Es herrscht Gewissheit

Es war ein Wolf! Landesamt bestätigt zweite Sichtung im MK

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Jetzt herrscht auch offiziell Gewissheit: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat bestätigt, dass es sich bei dem Tier, das am vergangenen Wochenende in Kierspe gesichtet wurde, tatsächlich um einen Wolf handelte.

Kierspe - Die Meinerzhagener Zeitung hatte am 7. Juli von der Sichtung berichtet. Der Jäger Helmut Brand hatte das Tier mit seinem Wagen verfolgen und mit dem Smartphone fotografieren können. Die Fotos, die er der MZ zur Verfügung gestellt hatte, waren bereits recht eindeutig, nun aber liegt auch die offizielle Bestätigung vor: Es war ein Wolf!

Das Landesamt schreibt dazu in einer Mitteilung: "Der Aufnahmestandort wurde durch einen Wolfsberater verifiziert. Anhand der Bilder konnten durch das LANUV und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ein Wolf identifiziert und somit ein Nachweis geführt werden."

Damit dürfte auch die Wahrscheinlichkeit gestiegen sein, dass das auf einer Weide gerissene Kalb ebenfalls von einem Wolf gerissen worden sein könnte. Da das tote Tier jedoch nicht näher auf Wolfsspuren untersucht wurde, erhielt der betroffene Landwirt vorerst keine Entschädigung.

Haustierrisse werden bezahlt

Die könnte durchaus gezahlt werden, wie das LANUV jetzt betonte. "In Nordrhein-Westfalen werden auf der gesamten Landesfläche Haustierrisse, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann, zu 100 Prozent entschädigt."

 In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen würden auch Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert.

Auf einer speziellen Internetseite gibt es zu Wolfssichtungen in Nordrhein-Westfalen weitere Informationen. 

Es handelt sich um die zweite bestätigte Sichtung im Märkischen Kreis. Anfang Mai ist bei Valbert bereits ein Wolf fotografiert worden.

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