NRW will mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen

DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen will mehr syrische Flüchtlinge als bisher aufnehmen. Deshalb werde die Höchstgrenze von 1000 Aufenthaltserlaubnissen aufgehoben, um mehr schutzbedürftige Familienangehörige hier lebender Syrer ins Land holen zu können.

Das teilte das Düsseldorfer Innenministerium am Dienstag mit. Derzeit sind auf einer vom Ministerium eingerichteten Kontaktliste 5800 Fälle registriert. Diese würden geprüft und allen, die die Aufnahmekriterien erfüllten, die Einreise ermöglicht. Voraussetzung ist, dass sich die Aufnehmenden vor der Einreise verpflichten, für Unterbringung und Lebensunterhaltskosten ihrer Angehörigen aufzukommen. Zudem könnten weitere 740 Flüchtlinge, die im NRW-Programm bislang nicht berücksichtigt seien, über das Bundesprogramm die Chance zum Aufenthalt in NRW bekommen.

"Angesichts der humanitären Katastrophe in Syrien entspricht es einem Gebot der Menschlichkeit, mehr Schutzsuchenden Zuflucht in NRW zu gewähren", sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD). Im Dezember hatten sich die Innenminister von Bund und Ländern darauf verständigt, die bundesweite Aufnahme von 5000 auf 10 000 syrische Flüchtlinge zu verdoppeln. Die Evangelische Kirche im Rheinland fordert dagegen die Aufnahme von 100 000 Flüchtlingen aus Syrien.

Rubriklistenbild: © dpa

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