Baustelle NRW - Teil 3

Lagebericht Radverkehr: „Zu viele steigen ins Auto“

+
Ein Radfahrer fährt in Bochum an der Jahrhunderthalle auf einem Radweg über die Erzbahnschwinge.

Düsseldorf - Radverkehr war über viele Jahre ein Stiefkind der Politik. Mittlerweile wurde umgedacht.

„Das“ Rad-Verkehrsprojekt in NRW ist der Radschnellweg Ruhr RS1 – eine Art Rad-„Autobahn“, die nach Fertigstellung durchgehend von Duisburg bis Hamm verlaufen soll. Einige Abschnitte sind bereits realisiert.

Und anders als andere Bundesländer hat NRW sogar einen Baustandard für Radschnellwege dazu entwickelt. Das wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) auch begrüßt. 

Ansonsten sieht der Club aber noch durchaus Luft nach oben. Denn nach ADFC-Sicht „steigen immer noch viele Menschen lieber ins Auto, weil sie den Eindruck haben, nicht sicher und komfortabel Radfahren zu können“, heißt es vom ADAC, der zur Landtagswahl sechs Kernforderungen unter dem Slogan „Fahrradland NRW. Jetzt!“ aufgestellt hat: 

- weitere Radschnellwege 

- geschützte Radstreifen 

- Tempo 30 in Innenstädten 

- Kaufprämie für (E-)Lastenräder 

- fahrradfreundliche Schulen 

- mehr Mobilitätsstationen

Einiges davon hat sich Verkehrsminister Michael Groschek auf die Fahne geschrieben. 

Radschnellwege werden jetzt wie Landesstraßen betrachtet. Die Straßenbaulast liegt beim Land und den großen Städten.

Hier finden Sie die Positionen der Parteien zur Infrastruktur

Lesen Sie hier Teil 1: Lagebericht Schienen

Lesen Sie hier Teil 2: Lagebericht Straßen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare