TopActs, Vorabend-Konzerte und LateNight

KulturPur30 mit Suzi Quatro und Alice Merton: Zeltfestival feiert sieben Tage lang Geburtstag

Suzi Quatro bestreitet am Samstagabend bei KulturPur das Hauptprogramm.
+
Suzi Quatro bestreitet am Samstagabend bei KulturPur das Hauptprogramm.

Keine kleine Torte statt vieler Worte, sondern gleich zwei Kuchenkunstwerke – und viele Vorab-Gratulationen auf der alljährlichen Programm-Pressekonferenz: KulturPur nullt.

  • Das Zeltfestival "Kultur Pur" wird 30
  • Vom 26. Mai bis 1. Juni: Sieben Tage hochkarätiges Programm
  • Topacts sind Mark Forster, Alice Merton und Suzi Quatro

Als die Festivalmacher vor 30 Jahren loslegten, war nicht unbedingt absehbar, dass ein Bob Geldorf das Zeltdorf einmal mit den Worten „a Place to be in the Middle of Nowhere“ adeln würde – als angesagten Treffpunkt also irgendwo im Nirgendwo. Inzwischen werden einmal jährlich unter anderem 1500 Quadratmeter Außenboden, 4900 Quadratmeter Plane und eine 240-Quadratmeter-Hauptbühne in dieses Nirgendwo gekarrt, von 50 Kilometern Kabel und 21 Meter hohen Zeltmasten im Sechserpack ganz zu schweigen. Keine Frage: Die Veranstaltung ist groß geworden, in jeder Hinsicht. „Die Wenigsten haben damit gerechnet, dass aus einem Matschfestival ein Festival dieser Größenordnung entstehen könnte“, so Landrat Andreas Müller. „Das war und ist nur möglich, weil KulturPur von Anfang an eine Gemeinschaftsleistung war!“ 

Alice Merton wollte zuerst nicht, wurde dann aber von ihrem aus Wittgenstein stammenden Keyboarder überredet.

Neben dem Kreis und den Städten Kreuztal und Hilchenbach sowie dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft baut das Kultur!Büro auf treue Sponsoren, zu denen sich zum 30. erstmals auch die Industrie- und Handelskammer hinzugesellt. Zum Geburtstag geht KulturPur in eine zweitägige Verlängerung: beginnend am 26. Mai, dauernd bis zum 1. Juni. 60.000 Zuschauer hätten im vergangenen Jahr den Weg auf den Giller gefunden, bilanzierte Müller. Besucher- und Einwohnerzahl in Relation gesetzt bedeuteten, dass 20 Prozent der hiesigen Bevölkerung an KulturPur teilgenommen hätten. 

Doch auch über die Kreisgrenzen hinaus sei das Festival ein heißer Tipp und ein kulturelles Aushängeschild, woraus auch eine Verpflichtung erwachse: „Das Publikum erwartet von Jahr zu Jahr ein wenig mehr“ bei diesem Festival „ohne Frack und Zylinder, mit niedriger Zugangsschwelle bei hohem künstlerischen Anspruch“. 

Veranstaltung ist  „knallhartes Business“

Nicht nur Gäste, sondern auch Helfer erlebten bei KulturPur eine Freundes- und Familienzeit, so Müller. Einer, der das sehr genau beurteilen kann, weil er als einer der wenigen Akteure von Anfang an dabei ist, ist Festivalleiter Jens von Heyden, der einen kleinen persönlichen Blick in den Rückspiegel warf. „Improvisation war ein eigenes Kulturgut, quasi eine Maxime!“, erinnerte er sich der Anfangstage. Die Besucherzahl habe die Millionengrenze schon vor einigen Jahren überschritten. Heute ist die Veranstaltung nicht nur „durchorganisiert und professionalisiert“, sondern auch ein „knallhartes Business“ (Müller). 

Der stellv. Festivalleiter Patrick Zöller, Festivalleiter Jens von Heyden und Landrat Andreas Müller (v.l.).

Was nun auf die Top-Acts, Vorabend- und Latenight bezogen beim „Tüfteln, Organisieren und Recherchieren“ in diesem Jahr herauskam, das servierten die Macher zum Geburtstagskuchen: 

Dienstag: Les 7 Doigt Passagers (19.30 Uhr), Tanz, Theater und Musik. „Wer den Cirque du Soleil mag, der ist hier richtig“, versprach von Heyden, der nach eigenem Bekunden seit fünf Jahren hinter der kanadischen Truppe her ist. Für die einzige Show auf deutschem Boden müssen das Bühnendach um einen Meter angehoben und acht Tonnen zusätzliches Gegengewicht angebracht werden. 

Mittwoch:  Tom Jones (19.30 Uhr) – wie bereits berichtet. „Ein Ritterschlag für jedes Festival“, freute sich dessen Leiter.

Donnerstag:

„Die Besten im Westen“

(19.30 Uhr): BIGGEsang, Encantada und LahnVokal, die heimischen beim WDR-Wettbewerb 2019 erfolgreichen Chöre auf einer Bühne (darunter die Olper Formation als Gewinner), moderiert von Sabine Heinrich. „Das gab es so noch nie“, so der Landrat. 

Freitag: Stand Up 30 (18 Uhr): Den „fünf gestandenen Thirty-Somethings“, darunter Isabel Meili, David Kebekus (Bruder von Carolin und Regisseur der Heute-Show), Simon & Jan, moderiert von Archie Clapp, blickt der stellv. Festivalleiter Patrick Zöller mit besonderer Vorfreude entgegen.  

Gregor Meyle und Band (20 Uhr) 
 „Who Killed Bruce Lee“ (22.30 Uhr) – Live and Loud. Die Formation aus dem Libanon, die 2016 bereits in der Region zu Gast war, wollte Jens von Heyden den Besuchern „als kleinen Geheimtipp“ besonders ans Herz legen: „Was wäre KulturPur ohne Exoten!“ Die Musik zwischen Indie, Rock und Elektronik sei auch Musik gegen Hass und für Zusammenhalt.

Samstag:  Newcomerin Alice Merton, im Radio dauerpräsent mit „No Roots“ und „Why so serious“, hatte dem Festival zunächst eine Absage erteilt, ließ sich dann aber von Keyboarder Bastian Völkel, gebürtiger Wittgensteiner, umstimmen. Sie läutet auf dem gleichen Programmplatz wie im vergangenen Jahr Stefanie Heinzmann den „Samstag der Superlative“ (von Heyden) um 17.30 Uhr ein, bevor mit

Suzi Quatro um 19.30 Uhr eine Rocklegende die Bühne betritt. 

Mono Inc, (22 Uhr) beschließen den Tag mit Dark und Alternative Rock. 

Sonntag: Philharmonie Südwestfalen (19.30 Uhr) mit „Shades of Earth“ – hier trifft die Musik aus „Jurassic Park“ auf Beethovens 6. Sinfonie, dazu ein Bilderbogen auf übergroßer Leinwand, moderiert von Dietmar Wunder, der Stimme von Danieel Craig/James Bond. Damit wolle man sich auch der Kultur in der Natur als besondere Stärke des Festivals nochmals bewusst werden, so Andreas Müller. 1 Euro von jeder Eintrittskarte wird zur Wiederaufforstung verwendet. 

Spider Murphy Gang (22 Uhr) haben bestimmt auch Rosis Nummer dabei, für den Fall, dass irgendwer sie seit dem „Skandal im Sperrbezirk“ vergessen haben sollte.

Montag:

Bazurto All Stars

(17.30 Uhr) mit Champeta, Vallenato & Cumbia live 

Mark Forster (19.30 Uhr)  - dieses Konzert ist bereits ausverkauft. 

Vorverkauf beginnt am 7. März

Der Vorverkauf für das Festival beginnt am Samstag, 7. März, 10 Uhr, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie über ProTicket und die Sparkassen-Hotline von ProTicket über Tel. 01803/742654 . Infos auch im Internet unter www.kulturpur30.de und beim Kultur!Büro des Kreises Siegen-Wittgenstein unter Tel. 0271 / 333-2440

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare