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Kutschaty kritisiert Corona-Plan in NRW: „Worauf warten Sie noch, Herr Wüst?“

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Von: Hannah Decke

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Ministerpräsident Hendrik Wüst hat einen Corona-Plan für NRW vorgelegt. Wann die Maßnahmen in Kraft treten, ist noch offen. SPD-Chef Kutschaty kritisiert das scharf.

Düsseldorf - Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Nordrhein-Westfalen auf die 2G-Regelung zurückgreift. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst* hat am Dienstag verschärfte Corona*-Regeln angekündigt. Wann diese in Kraft treten sollen, bleibt bislang aber offen. Dafür hagelte es jetzt im Landtag ordentlich Kritik. SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty* machte der Regierung Vorwürfe, nicht eher gehandelt zu haben und jetzt noch weiter abzuwarten.

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Thomas Kutschaty (SPD) kritisiert Corona-Plan in NRW: „Worauf warten Sie noch, Herr Wüst?“

„Die Kontrolle über das Infektionsgeschehen ist uns längst entglitten“, eröffnete Kutschaty am Mittwoch seine Rede im Landtag in Düsseldorf. Zuvor hatte Ministerpräsident Hendrik Wüst noch einmal die geplanten Verschärfungen der Corona-Regeln für NRW erläutert. Geplant ist das 2G-Modell im Freizeitbereich, die verschärfte 2G-plus-Variante in Clubs und auf Karnevalssitzungen und die 3G-Regel am Arbeitsplatz.

Bis die Maßnahmen in Kraft treten, wird aber wohl noch etwas Zeit vergehen. Zunächst will man die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Donnerstag (18.11.) abwarten, dann möchte Wüst mit den Kommunalen Spitzenverbänden in NRW sprechen, um seinen Plan anschließend im Landeskabinett zu diskutieren.

„Herr Wüst, worauf warten Sie noch?“, fragte Kutschaty den Ministerpräsidenten im Landtag. Wüst hätte nicht den Mut gehabt, früher zu handeln, obwohl die NRW-Landesregierung durchaus früher schärfere Maßnahmen hätte einführen können. Er habe „jeden Tag ungenutzt verstreichen lassen“.

Kutschaty kritisiert Hendrik Wüst für sein „Nichtstun“

Der Oppositionsführer Kutschaty forderte Hendrik Wüst auf, entschlossener zu handeln. Wüsts Wortschöpfung von der „konzentrierten Wachsamkeit“ sei nur ein „beschönigender Begriff für Nichtstun“.

Außerdem forderte der SPD-Chef die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht. Aktuell herrsche ein großer Unfrieden in den Schulen, Klassen würden darüber diskutieren, ob sie die Maske wieder tragen sollten oder nicht.

Volle Breitseite bekam auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ab, der bei den Booster-Impfungen mit drastischen Worten die Hausärzte in die Pflicht nahm. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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