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Eingemauerte Frauenleiche gefunden: Seit Jahren offenes Mordrätsel ist gelöst

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Schrecklicher Fund: In einem Keller in Krefeld wurde eine eingemauerte Frauenleiche gefunden. Ein seit Jahren offenes Rätsel ist nun gelöst.

Update vom 15. März, 14.56 Uhr: Die Obduktion hat Gewissheit gebracht: Bei der im Keller in Krefeld eingemauerten Frauenleiche handelt es sich um das seit fast drei Jahren vermisste Mordopfer. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag mit. Die Gelsenkirchenerin sei vermutlich erstickt worden.

StadtKrefeld
BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung227.020 (2019)

[Erstmeldung vom 15. März, 10.11 Uhr] Krefeld - Grausiger Fund: In einem Keller in Krefeld in Nordrhein-Westfalen ist eine eingemauerte Frauenleiche entdeckt worden. Die Ermittler sehen offenbar eine mögliche Verbindung zu einem offenen Fall im Ruhrgebiet. Dort war im Juni 2019 die damals 35-jährige Anna S. ermordet worden. Ihr Körper wurde nie gefunden.

Krefeld/NRW: Eingemauerte Leiche einer Frau gefunden

Die Polizei in Gelsenkirchen und die Staatsanwaltschaft in Essen übernahmen die Ermittlungen. Die Leiche sei noch nicht identifiziert worden, hieß es dort. Zur Vermutung, es könne sich um die sterblichen Überreste der ermordeten Anna S. aus Gelsenkirchen handeln, wollten sich die Ermittler zunächst nicht äußern.

Der Verdacht liegt jedoch nahe, denn der Keller war offenbar für einen Mann zugänglich, der wegen des Mordes an der Gelsenkirchenerin Anna S. zur Höchststrafe verurteilt ist, obwohl von der Leiche bis dahin jede Spur fehlte.

Krefeld/NRW: Mörder sitzt im Gefängnis, doch die Leiche fehlte - bislang

Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen den seinerzeit 47-Jährigen im September 2021 bestätigt. Er hatte nach Überzeugung der Richter seine Ex-Freundin, eine gelernte Kindergärtnerin, umgebracht. Dafür war er zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Die 35-jährige Anna S. war im Juni 2019 verschwunden. Später entdeckte Bilder und Fotos auf dem Computer ihres Mörders zeigten ihre Leiche auf dem Boden seiner Krefelder Wohnung. Laut WAZ hatten sich die beiden über das Internet kennengelernt. Nach einer kurzen Beziehung habe Anna S. Schluss gemacht. Immer wieder mischte sich ihr späterer Mörder danach in ihr Leben ein - bis er es beendete.

Der Mann war bereits 1999 zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er schon damals eine Frau mit über 100 Messerstichen getötet hatte. (mit dpa)

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