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Kühlturm-Crash fasziniert Tausende: Fotos und Videos

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Von: Svenja Jesse, Andreas Giesbrecht-Mantler, Markus Hanneken, Rabea Wortmann

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In wenigen Sekunden krachte der Kühlturm des Kraftwerks zusammen.
In wenigen Sekunden krachte der Kühlturm des Kraftwerks zusammen. © Mantler

Sprengung geglückt! Binnen weniger Sekunden ist in Hamm am Donnerstag der 122 Meter hohe Kühlturm des RWE-Kraftwerks Westfalen in seine Einzelteile zusammengefallen. Wir waren dabei und haben viele Fotos und tolle Videos mitgebracht.

Hamm - Das Spektakel in Uentrop übte auf die Menschen aus Hamm und den benachbarten Kreisen Soest und Warendorf eindeutig eine enorme Faszination aus: Jede Menge Neugierige beobachteten die geplante Sprengung des riesigen Kühlturms vor Ort. Richtig nah kamen sie natürlich aus Sicherheitsgründen nicht heran: Es galt ein rund 300 Meter breiter Sperrradius, zudem wurden Zufahrtsstraßen zeitweise dicht gemacht.

Um 14 Uhr sollten 90 Kilogramm Sprengstoff am Kühlturm zünden - und das klappte auch: Nur wenige Sekunden später lag das einst mächtige Bauwerk des vor fünf Jahren stillgelegten Steinkohlekraftwerks Westfalen in Schutt und Asche. Nach Angaben des Sprengmeisters hat alles wie geplant funktioniert.

Kühlturm in Uentrop gesprengt - Der Fall und das Verkehrschaos:

Hier faszinierende Eindrücke unseres Videofilmers Andreas-G. Mantler aus der Vogelperspektive:

Über den WA-Instagram-Kanal wa.hamm verfolgten viele weitere Neugierige die Sprengung live. Hier können Sie den wichtigsten Moment unseres Insta-Videos sehen:

Kühlturm in Uentrop gesprengt - Verkehrschaos bei der Abfahrt

Die Straßen in der Nähe waren mit Autos der vielen Schaulustigen zugeparkt, diese suchten sich zu Fuß die besten Plätze, um das Spektakel zu beobachten. Ein kleines Verkehrschaos nach der Sprengung war wohl unvermeidlich. Die Polizei hatte den betroffenen Bereich großräumig abgesperrt, mehrere Kräfte des Verkehrsdienstes waren vor Ort. Ob und wie viele Verwarnungen es gegeben hat, konnte zunächst nicht ermittelt werden.

10.000 Tonnen Betonschutt fielen bei der Sprengung an. Das Material wird zerkleinert und über einen Zeitraum von vier Monaten abtransportiert. Es kann dann bei Neubauprojekten wiederverwertet werden.

Nach dem großen Turm sollen in den kommenden Wochen zwei kleinere Kühltürme per Bagger abgerissen werden. Das Areal, auf dem bislang die Kühltürme stehen, soll demnächst in eine Grünlandfläche umgewandelt werden. Der Turm war 1969 gebaut worden.

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