Corona-Regeln

Kontaktbeschränkungen in NRW: Diese Regeln gelten aktuell für private Treffen

Seit über einem Jahr gibt es in NRW strenge Kontaktbeschränkungen. Die Regeln für private Treffen sind unterschiedlich. Das gilt aktuell.

Hamm - Die dritte Corona-Welle scheint endlich gebrochen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt aber vor Sorglosigkeit. In Nordrhein-Westfalen liegt die 7-Tage-Inzidenz vieler Kommunen noch über 100. In einigen Kreisen und Städten stehen wiederum durch stark sinkende Zahlen erste Lockerungen an. Und jetzt kommen auch noch Vorteile für Geimpfte und Genesene hinzu. Wie steht es aktuell um die Kontaktbeschränkungen? Wo gelten welche Regeln für private Treffen? Und wie hoch ist die Personenanzahl? (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HaupstadtDüsseldorf

Zunächst einmal muss deutlich gemacht werden: Jede Kommune hat die Möglichkeit, über die Verordnungen der Landes- und Bundesregierung hinaus eigene, strengere Corona-Regeln aufzustellen. Das gilt auch für Kontaktbeschränkungen. In der Regel gilt aber:

Kontaktbeschränkungen in NRW: Inzidenz unter 100 und 50 - das gilt für private Treffen

Liegt die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis beziehungsweise einer kreisfreien Stadt konstant (an fünf aufeinander folgenden Tagen) unter 100, gelten keine verschärften Maßnahmen. Laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW heißt das: Private Treffen von zwei Hausständen mit maximal fünf Personen oder Angehörigen eines Haushalts plus einer weiteren Person sind erlaubt. Kinder bis zu 14 Jahren zählen dabei nicht mit.

Im privaten Raum, etwa der eigenen Wohnung, gilt die Corona-Schutzverordnung nicht. Aber Achtung: Viele Kommunen in NRW haben per Allgemeinverfügung eigene Regeln für den privaten Raum aufgestellt. Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt. Die Regel gilt natürlich auch zum Beispiel am Vatertag an Himmelfahrt, wenn bekanntlich viele Männer unterwegs sind.

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung vom 15. Mai regelt das Land NRW auch die Kontaktbeschränkungen in Kommunen mit einer Inzidenz unter 50. Dann heißt es: Private Treffen sind mit 10 Personen aus bis zu 3 Haushalten (plus Kinder bis 14 Jahren) möglich.

Kontaktbeschränkungen in NRW: Inzidenz über 100 - das gilt für private Treffen mit Bundesnotbremse

Um einen Flickenteppich zu vermeiden, hat der Bund jüngst die Bundes-Notbremse mit einheitlichen Corona-Regeln im Infektionsschutzgesetz verankert. Diese zusätzlichen, bundeseinheitlichen Maßnahmen gelten, sofern die Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt.

Da, wo die Bundesnotbremse gilt, darf sich ein Haushalt im öffentlichen und privaten Raum maximal mit einer weiteren Person treffen. Eine weitere Maßnahme der Bundes-Regeln ist die Ausgangssperre, die ebenfalls nur in Kommunen mit hoher Inzidenz gilt.

Kontaktbeschränkungen in NRW für Geimpfte und Genesene - Regeln für private Treffen

Für vollständig gegen Corona Geimpfte oder von Covid-19 genesene Menschen gelten künftig keine Kontaktbeschränkungen mehr. Der Bundesrat stimmte am Freitag (7. Mai) einer Verordnung zu, mit der mehrere Corona-Regeln für Immunisierte aufgehoben werden.

Geimpfte und Genesene können sich damit wieder in unbegrenzter Personenanzahl treffen. Außerdem werden sie bei privaten Treffen mit anderen Personen nicht mehr mitgezählt. Heißt also: Da, wo sich aktuell nur ein Haushalt mit einer weiteren Person (plus Kinder bis 14 Jahre) treffen darf, könnten beliebig viele Geimpfte und Genesene hinzukommen.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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