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Kohlefrachter rammt Brücke auf Kanal - Schiffsführer verletzt

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Von: Katharina Bellgardt

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Ein Schiff ist auf dem Wesel-Datteln-Kanal in Dorsten gegen eine Brücke gefahren. Dabei wurde der Führer des Kohlefrachters verletzt. Der Kanal war lange gesperrt

Dorsten - Wie konnte es zu diesem Unfall kommen? Ein Kohlefrachter ist in der Nacht zu Donnerstag auf dem Wesel-Datteln-Kanal gegen eine Straßenbrücke in Dorsten gefahren. Der Schiffsführer ist nach Aussagen der Polizei leicht verletzt worden und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Dorsten: Kohlefrachter rammt Brücke über Wesel-Datteln-Kanal - Straße gesperrt

Durch den Zusammenstoß zwischen Schiff und Brücke wurde beides beschädigt. Ein Sprecher der Feuerwehr in Dorsten erklärte, das Führerhaus sei komplett abgerissen worden: „Es lag auf dem Deck“. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, konnte die Polizei aktuell noch nicht sagen, meldet dpa. Das Kanalschiff soll laut WAZ gegen 23.40 Uhr gegen die Brücke gefahren sein.

Das Schiff kollidierte auf dem Kanal mit einer Straßenbrücke.
Das Schiff kollidierte auf dem Kanal mit einer Straßenbrücke. © Bludau Foto/dpa

Die Brücke, die Teil der Bundesstraße 224 und eine wichtige Verkehrsader in Dorsten ist, sei nur stadtauswärts befahrbar, teilte die Polizei mit. Zudem war der Wesel-Datteln-Kanal, der den Rhein mit dem östlichen Ruhrgebiet verbindet, nach dem Unfall lange für Schiffe gesperrt. Gegen 14 Uhr sei die Sperrung aufgehoben worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Kanal gilt der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zufolge als einer der wichtigsten und verkehrsreichsten Schifffahrtskanäle Deutschlands.

Dorsten: Polizei ermittelt nach Schiffsunfall auf Wesel-Datteln-Kanal

Grund der Sperrung des Kanals für die Schifffahrt ist nach Polizeiangaben, dass die Statik der Brücke untersucht werden müsse. Unter dem Bauwerk verliefen Versorgungsleitungen, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg. Diese Leitungen seien aber nicht beschädigt. Das havarierte Schiff liege vor Anker. Eine Weiterfahrt sei unmöglich, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Duisburg erklärte.

Die Polizei ermittelt nun, warum das Steuerhaus nicht abgesenkt war. Da der Schubverband vom Rhein kam, der derzeit einen sehr niedrigen Wasserstand hat, könnte das Schiff wegen geringer Lademenge hoch im Wasser gelegen haben. Das Niedrigwasser auf dem Rhein hat auf den Wasserstand des Kanals aber keinen Einfluss.

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