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Nach Stromausfall in Shell-Raffinerie: Rauch über Köln – Anwohner wurden gewarnt

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Von: Benjamin Stroka

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Eine Fackeltätigkeit und ein Shell-Logo (Montage).
Bei einer Shell-Raffinerie in Köln kam es am Mittwochmorgen zu einer Fackeltätigkeit (Symbolbilder/IDZRW-Montage). © Benjamin Horn /Imago & C. Hardt/Future Image/Imago

Ein Stromausfall im Shell-Werk im Kölner Süden sorgte für eine Fackeltätigkeit. Der Fackelbrand sorgte für Rußbildung und Geruchsbelästigung.

Köln – Am Mittwochmorgen (3. August 2022) sorgte ein großflächiger Stromausfall in einem Werk von Shell im Kölner Süden für eine sogenannte Fackeltätigtkeit, berichtet 24RHEIN. Die Folge: Rauch, Geruchsbelästigung und Rußablagerungen in ganz Köln. Das teilte die Feuerwehr am frühen Mittwoch mit. Die Feuerwehr Köln war im Einsatz.

Köln: Rauch und Ruß – was Anwohner tun müssen

Nach Angaben der Feuerwehr besteht keine akute Gesundheitsgefahr. Die erste Mitteilung der Feuerwehr ging um 5:51 Uhr ein, die Warnapp Nina löste ebenfalls aus. Dennoch sollten Anwohner folgende Hinweise der Feuerwehr beachten:

Die Feuerwehr hat bereits Messungen durchgeführt, die im Hinblick auf mögliche Schadstoffe oder Rußpartikel in der Luft negativ gewesen sein sollen. Dennoch werde die Flamme am Shell-Werk wohl noch etwas länger brennen. „Das ist Teil des Sicherheitskonzeptes“, sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Warnungen der Bevölkerung sollen aber zeitnah zurückgenommen werden.

Stromausfall bei Shell in Köln: Fackelbrand sorgt für Rauch über der Stadt

Der Stromausfall trat um 2:45 Uhr auf. Grund war offenbar eine Störung einem vorgelagerten Netz. Nach Angaben der Polizei gab es durch den Stromausfall eine weit sichtbare Flamme am Shell-Werk in Köln-Godorf. Diese Fackeltätigkeit und der daraus entstandene Verbrennungsrauch könne laut Feuerwehr Köln im ganzen Stadtgebiet für Geruchsbelästigung und Rußablagerung sorgen.

Shell Energy and Chemicals Park Rheinland

Der „Shell Energy and Chemicals Park Rheinland“ ist eine Raffinerie und ein Industriegelände in Köln-Godorf (Werksteil Nord) und in Wesseling (Werksteil Süd) südlich von Köln.

Mit einer Gesamtfläche von rund 4,4 Quadratkilometern ist das Werk laut Shell die größte Raffinerie für Rohöl in ganz Deutschland. 2020 wurden hier über 16 Millionen Tonnen Rohöl raffiniert. Seit einigen Monaten setzt Shell den Fokus auf dem Industriegelände verstärkt auf erneuerbare Energien. In Zukunft will sich das Unternehmen dort laut eigenen Angaben auf „nachhaltige Produkte wie Wasserstoff, CO₂-arme Flugkraftstoffe und Biokraftstoffe und außerdem auf Einsatzstoffe etwa für die Chemieindustrie ausrichten“.

Inzwischen hat sich auch Shell als Betreiber der Raffinerie geäußert. Demzufolge waren die Anlagen am Standort Köln-Godorf des Energy and Chemicals Park Rheinland betroffen. Dadurch sei es zu der sichtbaren „Fackeltätigkeit mit Rauchentwicklung und Lärmemissionen“ gekommen. Shell informierte daraufhin die zuständigen Behörden.

Shell-Werk in Köln: Fackeltätigkeit am Mittwoch – in den nächsten Tagen wieder möglich

In den kommenden Tagen könnte es wegen der Wiederinbetriebnahme der Anlagen erneut zu Fackeltätigkeiten kommen, erklärt Shell. „Die Fackel ist für die Sicherheit einer Raffinerie unverzichtbar und gesetzlich vorgeschrieben“, teilte der Shell-Sprecher für den Energy and Chemicals Park Rheinland, Jörg Nielsen, mit. „So können zum Beispiel beim An- und Abfahren von Anlagen größere Mengen Gas entstehen, die von der Fackel sicher verbrannt würden.“ (mlu/bs/dpa)

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