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Kasalla sagen Europatour ab – „am Ende mussten wir der Realität in die Augen sehen“

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Von: Benjamin Stroka

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Bastian Campmann von Kasalla live bei einem Open-Air-Festival 2021.
Bastian Campmann von Kasalla live bei einem Open-Air-Festival 2021. © Robert Schmiegelt/Future Image /Imago

Die kölsche Band Kasalla hat ihre Europatour „Rudeldiere“ abgesagt. Für die geplanten Konzerte wurden zu wenige Karten verkauft.

Köln – Schock für alle Kasalla-Fans: Die Kölner haben ihre komplette Europatour abgesagt. Die Tour „Rudeldiere“, die eigentlich im September starten sollte, wird nicht stattfinden, berichtet 24RHEIN. Der Grund: Kasalla haben nach eigenen Aussagen zu wenige Karten verkauft. Das, in Kombination mit den steigenden Produktionskosten für eine solche Tour, sei der Grund für die Entscheidung, betont die Band in einem langen Statement auf ihrer Facebook-Seite.

Kasalla sagen Europatour ab: Zu wenige Karten verkauft

„Wir haben lange gerungen, wollten es irgendwie möglich machen, aber am Ende mussten wir der Realität in die Augen schauen.
Die ‚Rudeldiere‘-Tour 22/23 wird leider nicht stattfinden können“, heißt es dort. „Und der Grund ist einfach und ebenso schmerzhaft auszusprechen: der Kartenverkauf. Oder eben der fehlende“, schreibt die Band weiter.

Dass Kasalla Probleme mit dem Kartenverkauf haben könnte, dürfte viele überraschen. Erst im Juni spielten die fünf Kölner ein Konzert im ausverkauften RheinEnergie-Stadion. Beim Parookaville-Festival am Flughafen Weeze im Juli mussten die Veranstalter den Auftritt von Kasalla sogar abbrechen, weil der Andrang der Zuschauer vor der Bühne zu groß war. Das aktuelle Album „Rudeldiere“ schaffte es in die Top 10 der deutschen Albumcharts. Klingt eigentlich nicht nach einer Band, die Probleme haben sollte, Tickets zu verkaufen.

Kasalla sagen Europatour ab: Corona, Krieg und zu viele Veranstaltungen

„Schon bei der Planung der großen Klassenfahrt (Tour; d. Red.) war klar, dass wir in einen schon enorm vollen Veranstaltungskalender hinein buchen. Dass so viele in diesem Jahr auf Tour gehen“, erklärt die Band. Aktuell gehe es auch vielen anderen Bands und Musikern ähnlich, so Kasalla. Die noch immer andauernde Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen würden dafür sorgen, dass die Kartenverkäufe verlangsamt werden oder sinken.

Mit extrem vielen Veranstaltungen in kurzer Zeit, vor allem durch Corona-Verschiebungen, und steigenden Produktionskosten seien „viele Touren schlicht nicht durchführbar“, klagen Kasalla. Die komplette Tour zu verschieben, war für die Band nicht möglich. Bereits gekaufte Karten können ab sofort bei den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Kasalla hatten bereits im Dezember 2021 mehrere Konzerte absagen müssen. Der Grund war damals die Corona-Pandemie.

Kasalla: Europatour „Rudeldiere“ abgesagt – Band blickt nach vorn

Für die „Rudeldiere“-Tour waren unter anderem NRW-Konzerte in Dortmund, Düsseldorf, Krefeld, Bielefeld und natürlich auch in Köln geplant. Dazu hätten weitere Deutschland-Konzerte, aber auch Auftritte in Europa kommen sollen. Prag (Tschechien), Wien (Österreich), Zürich (Schweiz) oder Venlo (Niederlande) standen unter anderem im Tour-Kalender.

Trotz des bitteren Rückschlags einer abgesagten Tour blickt die Band aber positiv in die Zukunft. Man wolle jetzt nach vorne blicken und weiter Dinge versuchen und planen. „Lasst uns zusammen dafür sorgen, dass das Leben wieder so bunt wird, wie es vorher war. Und liebes München, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Wien, Zürich und alle wunderbaren Orte: Wir kommen wieder, keine Frage, heute ist nicht aller Tage! Bitte wartet auf uns“, so die Band aus Köln. (bs)

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