Auch zwei Standorte eines Seniorenheims betroffen

Bombe in Köln: Entschärfung erfolgreich! Tausende Anwohner evakuiert

Fliegerbombe in Köln entschärft
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Das ist sie: Diese Fliegerbombe wurde in Köln entschärft.

Dortmund, Düsseldorf, Köln - und jetzt schon wieder die Domstadt in NRW: Köln wurde am Donnerstag durch die Entschärfung eines Blindgängers abermals lahmgelegt. Das Gelände der Unikliniken im Stadtteil Lindenthal muss in Teilen evakuiert werden.

  • Schon wieder steht in Köln wegen einer Blindgänger-Entschärfung eine Evakuierungsaktion an. Am Donnerstag (23. Januar) müssen Teile der Kölner Universitätskliniken geräumt werden.
  • Ebenfalls betroffen waren etwa 6000 Anwohner sowie die Senioreneinrichtungen St. Anna an der Herderstraße und an der Franzstraße sowie Schulen und Kindertagesstätten.
  • Um 16.12 Uhr meldete die Stadt Köln per Twitter, dass die Bombenentschärfung erfolgreich war.

Köln - Schon wieder eine Bombenentschärfung in Köln: Nachdem am Dienstag Bürokomplexe mit 10.000 Beschäftigten geräumt werden mussten, sind diesmal Teile der Uniklinik im linksrheinischen Stadtteil Lindenthal evakuiert worden. Etwa 550 Patienten und 8000 Mitarbeiter seien am Donnerstag betroffen gewesen, teilte die Stadt Köln mit.

Zehn Patienten von der Intensivstation wurden mit Spezialfahrzeugen mit besonderer medizinischer Ausstattung verlegt. Außerdem mussten 5800 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Leider habe es Probleme mit vier Personen gegeben, die sich zunächst geweigert hätten, teilte die Stadt mit.

Bombe in Köln: Entschärfung erfolgreich

Intensive Gespräche seien notwendig gewesen, um sie zur Einsicht zu bewegen. Um 15.17 Uhr wurde die Freigabe für die Entschärfung der Zehn-Zentner-Bombe auf dem Gelände der Uniklinik erteilt. Um 16.08 hatte der Kampfmittelräumdienst den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht.

Es ist die einzige Bombenentschärfung des Tages: Am Abend muss in Dortmund eine Fliegerbombe entschärft werden. Die B1 ist gesperrt, Stadtbahnlinien fahren nicht.

Bombe in Köln: Evakuierung im großen Stil

Die 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden. Der Blindgänger liegt in fünf Metern Tiefe. Die Krankentransporte aus dem betroffenen Bereich der Universitätskliniken hatten bei der Evakuierung nach Angaben der Stadt Vorrang. 

In Köln war bereits am Dienstag eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Rund 10.000 Beschäftigte mussten dafür sicherheitshalber ihre Arbeitsplätze verlassen. Auch der Zugverkehr kam durcheinander, weil unter anderem die Hohenzollernbrücke - ein Nadelöhr im Bahnverkehr auf dieser wichtigen Strecke im Rheinland - gesperrt wurde. Schiffe mussten stoppen und Flugzeuge zum Airport Köln/Bonn Ausweichrouten nehmen. 

Fast jeden Tag wird in Nordrhein-Westfalen statistisch gesehen eine größere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden - zuletzt beispielsweise auch in Düsseldorf und Dortmund. - dpa

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