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Kleinflugzeug stürzt während Zirkusshow auf Parkplatz - Identität der Toten geklärt

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Von: Tobias Lawatzki

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Auf dem Parkplatz eines Zirkus ist am Sonntag ein Kleinflugzeug abgestürzt. Zwei Personen sind gestorben. Im Zelt - 50 Meter von der Absturzstelle entfernt - lief zu dem Zeitpunkt eine Show.

Update vom 5. September, 13.24 Uhr: Die Identität der beiden Personen, die bei dem Flugzeugabsturz in Duisburg gestorben sind, ist offenbar geklärt. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Duisburg mit. Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen 54-jährigen Mann aus Bottrop und einen 77-jährigen Mann aus Dortmund. Nun wird ihre Identität zweifelsfrei mit einer DNA-Untersuchung geklärt.

Der 54-Jährige ist, so das Ergebnis der Obduktion, an einem Verbrennungstrauma gestorben. Bei dem 77-Jährigen führten mehrere Verletzungen in Zusammenspiel zum Tod. Die beiden Männer sind am Flugplatz Schwarze Heide mit dem Kleinflugzeug zu einem Rundflug über Duisburg aufgebrochen. Wieso es zu dem Absturz kam, ist noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Duisburg und Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind aktuell an der Unfallstelle.

Ein Kleinflugzeug ist in Duisburg auf dem Parkplatz eines Zirkus abgestürzt.
Das Kleinflugzeug stürzte in Duisburg auf dem Parkplatz eines Zirkus ab - während im Zelt eine Show lief. Mehrere parkende Autos brannten aus. © dpa/picture alliance

[Erstmeldung] Duisburg (NRW) - Beim Absturz eines kleinmotorigen Flugzeugs am Sonntag in der Nähe der Autobahn A59 bei Duisburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei in Duisburg der dpa.

Die Maschine sei nach dem Aufprall in Brand geraten. Die beiden Insassen, deren Identität noch unbekannt ist, starben bei dem Unglück. Das Kleinflugzeug stürzte auf den Parkplatz des Zirkus FlicFlac in der Nähe eines Güterbahnhofs. Es seien zwei Leichname geborgen worden, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Abend. Weitere Personen sind laut Angaben der Polizei nicht verletzt worden.

Kleinflugzeug abgestürzt: Zirkuszelt 50 Meter von Unglücksort entfernt

Das Flugzeug soll vom Flugplatz Schwarze Heide in Dinslaken gestartet sein. Der befindet sich in etwa 25 Kilometer Luftlinie vom Absturzort. In dem Zelt lief zum Zeitpunkt des Absturzes laut einem Feuerwehrsprecher eine Zirkusshow mit rund 900 Besuchern. Der Eingang des Zelts liegt nur rund 50 Meter von der Absturzstelle entfernt. Zwischen Zelt und Unfallort liegt darüber hinaus noch ein Biergarten, der vom Zirkus betrieben wird. Nach Angaben der Feuerwehr war die Musik im Zirkuszelt so laut, dass der Absturz der Kleinmaschine womöglich kaum oder nicht zu hören war.

Der Einsatzkräfte informierten die Besucher nach der Veranstaltung im Zirkuszelt über das Unglück. Die Polizei begleitete die Zuschauer danach geordnet aus dem Zelt, um Panik und Chaos zu vermeiden. Laut WAZ wurde eine weitere für 19 Uhr geplante Vorstellung abgesagt.

Kleinflugzeug abgestürzt: Autos geraten in Brand

Das Wrack ist mit Sichtschutzmaßnahmen abgeschirmt. Mehrere geparkte Autos sind durch den Absturz in Brand geraten und wurden teils völlig zerstört. Mindestens zehn Wagen sollen beschädigt sein. Eine hohe Rauchsäule war weithin sichtbar.

Zu Ursache und genauem Unfallhergang ist noch nichts bekannt. Vor Ort war unter den Einsatzkräften vielfach die Redewendung „Glück im Unglück“ zu hören. Womöglich sei man knapp an einem Unglück mit katastrophalen Ausmaßen vorbeigeschrammt, hieß es auch bei der Polizei. Laut Zeugenaussagen ist das Flugzeug wohl immer langsamer geworden und hat an Höhe verloren. Plötzlich machte es eine steile Kurve nach unten. Dann der Absturz.

Kleinflugzeug abgestürzt: Autobahn gesperrt

Die WAZ berichtet, dass die A59, die am Güterbahnhofsgelände durch die Duisburger Innenstadt führt, zwischenzeitlich gesperrt gewesen sei. Am späteren Abend sei nur noch die Abfahrt „Zentrum“ gesperrt gewesen.

Felix Bachmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg, geht davon aus, dass es im Laufe des Tages weitere Informationen zur Ursache des Absturzes und zur Identität der beiden Toten geben wird.

In Mönchengladbach ist ein Mann von einem Balkon gestürzt und gestorben. Er war vor der Polizei geflohen, die wegen eines Streits alarmiert worden war.

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