Eine Art „Notbetreuung“

Kitas in NRW im Pandemie-Betrieb: So viele Eltern nehmen die Betreuung in Anspruch

In Kitas in NRW herrscht eingeschränkter Pandemie-Betrieb. Betreuung ist dennoch möglich. Das Familienministerium teilt mit, wie viele das in Anspruch nehmen.

Hamm - Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wollte dies eigentlich vermeiden. Doch die jüngste Entwicklung rund um das Coronavirus und dessen Verbreitung in NRW sowie ganz Deutschland ließ den Politikern in Düsseldorf keine Wahl: Die Kitas wurden nach den Weihnachtsferien und mit Beginn des verschärften Lockdowns geschlossen. Zumindest weitgehend. (News zum Coronavirus)

LandNordhrein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
Gründung23. August 1946
HauptstadtDüsseldorf

Kitas in NRW während des Lockdowns im Pandemie-Betrieb: Betreuung dennoch möglich

Denn offiziell gilt seit dem 11. Januar ein „eingeschränkter Pandemie-Betrieb“ in den Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen - was in anderen Ländern gerne mal „Notbetreuung“ genannt wird. Die aktuelle Corona-Regel lautet: „Die Landesregierung appelliert an alle Eltern, ihre Kinder, wenn immer möglich, selbst zu betreuen. Aus beruflichen oder familiären Gründen ist eine Betreuung aber möglich.“

Als weitere Option hat der Bund eine Ausweitung der Kinderkrankentage beschlossen, über die am Montag (18. Januar) der Bundesrat berät.

Doch auch in den Kitas ist eine Betreuung der Kinder weiterhin möglich. Zum Corona-Schutz wird seit dem 11. Januar die Trennung von Gruppen in der Betreuung umgesetzt, um die Infektionsketten zu verringern. Der Betreuungsumfang in Kindertageseinrichtungen wird für jedes Kind um zehn Stunden pro Woche eingeschränkt.

Kitas in NRW im Pandemie-Betrieb: Mehr als ein Drittel nehmen Betreuung in Anspruch

Tatsächlich gibt es einige Eltern in Nordrhein-Westfalen, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen. In der ersten Wochen seien knapp 35 Prozent der Kinder in die Betreuung in den Kitas gebracht worden, teilte das NRW-Familienministerium auf Nachfrage von wa.de mit. Das sei der Stand vom Freitag „nach den uns bislang vorliegenden Rückmeldungen“ gewesen.

Weiterhin teilte das Familienministerium mit: „Da die Kindertagespflegepersonen ohnehin in kleinen, familiären Gruppen betreuen, ist eine Gruppentrennung zur Verringerung von Infektionsketten bei der Kindertagespflege nicht erforderlich. Daher wird die Betreuungszeit in der Kindertagespflege grundsätzlich nicht eingeschränkt, sofern die Eltern dem Appell nicht Folge leisten können.“

Familienminister Joachim Stamp (FDP) formulierte in seinem Brief an die Eltern von Kita-Kindern vom 7. Januar erneut: „Lassen Sie Ihre Kinder, wenn es irgendwie geht, zu Hause! Wenn Sie aber die Betreuung in Anspruch nehmen müssen, steht Ihnen Ihr Angebot zur Verfügung. Diese Entscheidung treffen Sie eigenverantwortlich. Zwei Drittel der Eltern sind meinem ersten Appell gefolgt. Bitte bleiben Sie weiter verantwortungsvoll bei der Inanspruchnahme der Betreuungsangebote.“
 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Uwe Anspach

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