Streit bei Bund-Länder-Konferenz

Kitas im Corona-Lockdown: So sieht die Betreuung in NRW aus

Der Corona-Lockdown wurde verlängert. Es gibt neue Regeln für das Homeoffice und auch die Lage in den Kitas birgt Probleme. So funktioniert die Betreuung in NRW.

Hamm - Der Corona-Lockdown in Deutschland und NRW wird das Leben noch weiter einschränken. Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel einigten sich am Dienstag auf eine Verlängerung. Eltern und Erziehungsberechtigte müssen seit Lockdown-Beginn zugleich Arbeit, Kinder-Betreuung, Unterrichten und Förderung übernehmen. Doch wird sich das mit den neuen Regeln für Kitas und Homeoffice ändern? (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.110,26 km²
Einwohnerzahl17.947.221 (31. Dezember 2019)
HauptstadtDüsseldorf

Kitas im Corona-Lockdown: Betreuung in NRW bleibt problematisch

Für Eltern und Erziehungsberechtigte ist es wohl die wichtigste Nachricht nach dem Ende des Corona-Gipfels: Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben beschlossen, dass Schulen und Kitas bis zum Ende des Lockdowns geschlossen bleiben. Konkret bedeutet das: bis zum 15. Februar. Sie begründen diesen Schritt mit der Mutation des Coronavirus, die bereits in NRW aufgetreten ist.

Für die Schulen gibt es wenig Hoffnung für eine schnelle Rückkehr zur Normalität: Falls es wieder Öffnungen gibt, werden wohl zunächst nur Wechselunterricht und diesen auch nur für Grundschüler und Abschlussklassen geben. Die Kitas in NRW sind bis zu diesem Zeitpunkt im Pandemie-Betrieb. Die Betreuung - gerade von kleinen Kindern - könnte nur durch eine flexiblere Homeoffice-Lösung etwas leichter werden, denn auch die Kontaktbeschränkungen bleiben streng.

Schulen im Lockdown: Schüler sollen weiterhin Zuhause unterrichtet werden

Die Notbetreuung in den Kitas von Nordrhein-Westfalen gibt zwar Eltern und Erziehungsberechtigten im Lockdown theoretisch die Möglichkeit, ihre Kinder in die Kindertagesstätten zu bringen, es ist jedoch nur eine Notlösung. Der „eingeschränkte Pandemie-Betrieb“ richtet sich in diesem Lockdown an alle Eltern und nicht nur an jene mit Berufen, die als systemrelevant eingestuft wurden.

NRW-Familienminister Joachim Stamp erklärt die neue Betreuungsregel so: „Landesweit kann die Betreuung nur in festen Gruppen stattfinden.“ Der maximale Betreuungsumfang in den Kitas werde für jedes Kind um 10 Stunden pro Woche reduziert. Gruppen sollen zudem strikt voneinander getrennt werden.

Aber die aktuelle Corona-Regel lautet: „Die Landesregierung appelliert an alle Eltern, ihre Kinder, wenn immer möglich, selbst zu betreuen. Aus beruflichen oder familiären Gründen ist eine Betreuung aber möglich.“

In den ersten Wochen nach den Weihnachtsferien lag die Auslastung der Kitas bei etwa 35 Prozent. Die aktuellen Zahlen veröffentlicht das Familienministerium vorraussichtlich am Freitag.

Zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung - Kitas weiterhin nur im Pandemie-Betrieb

Vielen Eltern und Erziehungsberechtigten bleibt nur die Jonglage zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung. Um ihnen etwas Entlastung zu geben, hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, die Zahl der Kinderkrankentage in diesem Jahr zu verdoppeln.

Das heißt: Jedes Elternteil wird sich in diesem Jahr 20, statt 10 Tage für das Kind krankschreiben lassen dürfen. Alleinerziehende bekommen 40 statt der üblichen 20 Kinderkrankentage. Die Regelung ist ausdrücklich nicht nur für den Fall einer Erkrankung der Kinder gedacht, sondern auch für den Fall, dass sie zu Hause betreut werden müssen, weil Schule oder Kita geschlossen oder nur eingeschränkt im Betrieb sind.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/DPA

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