Minister machen Hoffnung

Kirmes und Volksfeste trotz Corona: Wie NRW dieses Jahr noch feiern könnte

Besteht in NRW in diesem Jahr doch Hoffnung auf eine Kirmes oder ein Volksfest? Zwei Minister machen Mut. Im Spätsommer und Herbst sei trotz Corona einiges möglich.

Hamm/Soest - Eine Kirmes oder ein Volksfest mit vielen Menschen? Seit März 2020 undenkbar. Doch jetzt machen NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Hoffnung. Im Spätsommer oder im Herbst könnte es in NRW wieder trotz Corona Großveranstaltungen geben. Dafür werden aber klare Bedingungen gelten. (News zum Coronavirus)

BundeslandNRW
Fläche34.098 Quadratkilometer
Bevölkerung17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Kirmes und Volksfeste in NRW: Hoffnungen auf Spätsommer

Pinkwart und Laumann hatten sich zum Thema Kirmes und Volksfest mit Albert Ritter ausgetauscht, dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in Nordrhein-Westfalen, aus. Pinkwart hat aber klar umrissen, welche Veranstaltungen er sich trotz Corona in NRW vorstellen kann. „Auch für traditionelle, regionale Veranstaltungen mit begrenztem Teilnehmerkreis und familienorientiertem Charakter unter freiem Himmel muss es mit einem entsprechenden Hygienekonzept Öffnungsperspektiven geben. Diese Veranstaltungen, die ein wichtiges Kulturgut dieses Landes sind, sind anders zu bewerten als Großveranstaltungen mit internationalem Publikum, die oftmals weitgehend in geschlossenen Großzelten stattfinden.“

Gehe das Infektionsgeschehen weiter zurück, bestehen für traditionelle, regionale Volksfeste unter freiem Himmel gute Aussichten für den Spätsommer, so Pinkwart. Ein Hygienekonzept sei die Grundvoraussetzung. „Veranstalter sollten ihre Planungen nicht zu früh abbrechen“, sagt Pinkwart. Die 7-Tage-Inzidenz in NRW beträgt zurzeit 75,1 (Stand 20. Mai).

Kirmes und Volksfeste in NRW: Die Veranstaltungen sind geplant

Wichtigste Bedingung für Volksfeste und Kirmes im Spätsommer und Herbst in NRW ist also: Die Veranstaltung muss unter freiem Himmel stattfinden. Bekanntlich ist die Ansteckungsgefahr hier deutlich geringer als in geschlossenen Räumen. „Wir werden alles daransetzen, insbesondere durch einen weiterhin guten Fortschritt beim Impfen der Bürgerinnen und Bürger, dass diese Veranstaltungen so bald wie möglich wieder besucht werden können“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Bereits mehr als 40 Prozent der Bevölkerung in NRW hat mindestens eine Erstimpfung erhalten.

Ein konkretes Beispiel nennt Laumann: die temporären Freizeitparks im vergangenen Jahr wie zum Beispiel FunDOmio vor den Dortmunder Westfalenhallen. Hier war ein Bereich abgezäunt und die Besucherströme konnten kontrolliert werden.

Da die Minister in ihren Aussagen zu Kirmes und Volksfesten noch sehr vage bleiben, lassen sich noch keine verbindlichen Aussagen zu den Traditionsveranstaltungen in Westfalen treffen.

  • Die Sim-Jü-Kirmes in Werne findet immer Ende Oktober statt. Die Stadt hat die Planungen noch nicht aufgegeben, doch in ihrer traditionellen Form scheint sie nicht denkbar. Zehntausende Menschen aus der Region strömen jedes Jahr in die Werner Fußgängerzone. Im vergangenen Jahr war kurzzeitig eine abgespeckte Variante in einem eingezäunten Bereich geplant.
  • Noch größer ist die Allerheiligenkirmes in Soest. Auch hier sind die Planungen noch nicht eingestellt. Hier gilt aber das gleiche wie für die Sim-Jü in Werne.
  • Nicht unmöglich scheint eine kleine Variante des Stunikenmarkt in Hamm. Schon im Vorjahr war eine Mini-Kirmes im Gespräch. Dieser Plan könnte noch einmal aufgefrischt werden.

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß

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