Im Märkischen Kreis

Aufregung nach Fund bei Firma: Exotische Spinne in Übersee-Container gefunden - neue Details

Schwarze Witwe
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Eine Schwarze Witwe ist in einem Container in Kierspe (Märkischer Kreis) gefunden worden. (Symbolfoto/Archiv)

Helle Aufregung um einen Übersee-Container im Märkischen Kreis: Darin wurde am Donnerstag eine Spinne gefunden, die ein Zoologe später als Schwarze Witwe identifizierte. Am Freitag wurden neue Details bekannt.

Update vom 26. Februar: Eine Pressemeldung der Kiersper Feuerwehr hat am Donnerstagabend für gehörigen Wirbel gesorgt. Während bereits der Fund einer einzigen exotischen Spinne für arachnophobische Gefühle sorgt, war demnach zu befürchten, dass sich in dem Übersee-Container möglicherweise sogar mehrere dieser wenig possierlichen Krabbler befinden.

Der Container, der eigentlich eine Ladung Kunststoffbehälter für einen Industriebetrieb am Strandbadweg in Kierspe-Rönsahl enthielt, brachte den ungebetenen Gast aus Brasilien mit - also aus einer Region, in der solche Tiere weitaus häufiger giftig sind als in Europa. Das Exemplar konnte eingefangen werden: Es wurde von einem Zoologen aus Köln als Schwarze Witwe identifiziert, die Feuerwehr sprach in der Pressemeldung zunächst auch von einer Vogelspinne. Mit diesen Vertretern der achtbeinigen Zunft ist normalerweise nicht zu spaßen. Während Vogelspinnen zumeist viel harmloser sind als landläufig bekannt, gilt für Schwarze Witwen das Gegenteil.

Doch das gefangene Exemplar erwies sich als harmlos. Der Zoologe konnte insoweit Entwarnung geben. Allerdings wurden leere Nester gefunden, es konnte also niemand sicher sagen, ob noch weitere „Blinde Passagiere“ unterwegs waren. Deshalb führte noch am Donnerstag ein Schädlingsbekämpfer eine Begasung durch. Damit war jedes Restrisiko beseitigt.

Wer am Freitagmorgen einen Nervenkitzel suchte, wurde enttäuscht. Container und Sattelschlepper haben die Weiterfahrt angetreten. „Wir haben heute Morgen alles ausgeladen, und weitere Spinnen haben wir keine mehr gefunden“, wurde seitens des Industriebetriebes berichtet. Dort sieht man die Angelegenheit eigentlich gelassen, ist nur durch den Rummel um den Spinnenfund etwas irritiert. Die Anwohner hingegen dürften angesichts des Ergebnisses beruhigt aufatmen.

Kierspe: Spinne in Übersee-Container sorgt für Aufregung - Experte erkennt sie als Schwarze Witwe

[Erstmeldung vom 25. Februar, 22.43 Uhr] Kierspe - Diese Lieferung hatte es in sich: In einem Übersee-Container aus Brasilien, der am Donnerstag einer Firma in Kierspe-Rönsahl (Märkischer Kreis) geliefert worden war, wurden Spinnennetze und mehrere -Nester gefunden. Um 13.14 Uhr informierte das Ordnungsamt der Stadt Kierspe die Feuerwehr. Denn es „konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um gefährliche Giftspinnen handelt“, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte.

Spinnen-Alarm in Kierspe-Rönsahl: In einem Übersee-Container wurde am Donnerstag eine Schwarze Witwe gefunden.

Der Bereich um den brasilianischen Übersee-Container wurde abgesperrt - eine Spinne konnte gefangen werden. Dass diese tatsächlich nicht ganz ohne ist, bestätigte ein Fachmann. Der Experte vom Kölner Zoo ordnete das Tier der Familie der Schwarzen Witwe zu. (Anm. d. Redaktion: In einer ersten Version hatten wir geschrieben, der Experte habe die Spinne als Vogelspinne der Familie Schwarze Witwe zugeordnet. Diese Information, die auf der Mitteilung der Feuerwehr beruhte, ist falsch. Vogelspinnen gehören nicht zur Familie der Schwarzen Witwe. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.)

Da in dem Container mehrere leere Nester gefunden wurden, vermochte niemand zu sagen, wie viele weitere Spinnen - möglicherweise anderer Arten - sich noch darin befinden. Der Experte riet deshalb dazu, eine Spezialfirma zu beauftragen, die sich um die Begasung des Containers kümmert.

2019 kroch plötzlich eine Riesenspinne bei Edeka in Hamm aus einer Bananen-Palette. Auch dieser Fall sorgte für großes Aufsehen. Ende 2018 sorgte eine schwarze Witwe aus Amerika für Aufregung in Werdohl (Märkischer Kreis). Die Feuerwehr fing sie mit einem Trick ein.

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