Klinik in Werne

Fusion von katholischen Krankenhäusern: Riesiger Klinikverband kann in Region entstehen

Klinikum und Marienkrankenhaus dürfen nicht fusionieren - und sind darüber alles andere als angetan.
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Klinikum und Marienkrankenhaus dürfen nicht fusionieren - und sind darüber alles andere als angetan.

Die katholischen Kliniken in Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen, Schwerte und Werne fusionieren. Das Bundeskartellamt erlaubte am Montag den Klinikverbund.

von Heiko Mühlbauer 

Werne - Das Kartellamt hat grünes Licht für den Zusammenschluss der katholischen Krankenhäuser der Region gegeben. Zehn Krankenhaus-Standorte (3400 Betten), vier Altenheime (400 Plätze) und eine Jugendhilfeeinrichtung (175 Plätze) in Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen, Schwerte und Werne werden künftig unter einem Dach vertrieben.

StadtWerne
KreisUnna
Fläche76,14 km2
Einwohner29.717 (31. Dez. 2019)
BürgermeisterLothar Christ

Mit ihrem Zusammenschluss wollen die vier katholischen Träger mit Standorten in fünf Städten auch bundesweit eine Rolle spielen. Nachdem das Kartellamt der Fusion jetzt zugestimmt hat, können die Verhandlungen beginnen.

Fusion von katholischen Krankenhäusern in Dortmund, Ruhrgebiet und Kreis Unna möglich

In dem geplanten Gesundheitsverbund sind rund 9000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro erwirtschaften. Die vier Partner sind die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, Katholische St.-Lukas-Gesellschaft Dortmund, das Marienkrankenhaus Schwerte und die Katholische Kliniken Lünen-Werne GmbH.

Zehn Krankenhäuser im Klinikverbund - diese Häuser sind dabei:

Die Gesellschaften betreiben folgende Krankenhäuser:

Dortmund

  • Johannes Hospital
  • St.-Elisabeth-Krankenhaus in Kurl
  • Marienhospital in Hombruch
  • St.-Josefs-Hospital in Hörde
  •  Katholisches Krankenhaus Dortmund-West in Kirchlinde

Werne

  • St.-Christophorus-Krankenhaus

Lünen

  •  St.-Marien-Hospital

Schwerte

  • Marienkrankenhaus Schwerte mit seinen zwei Standorten

Castrop-Rauxel

  • Rochus-Hospital

Außerdem sind im Verbund noch vier Altenheime, nämlich St. Elisabeth, Christinenstift und Josefinenstift sowie St. Lambertus mit insgesamt 400 Plätzen und eine Jugendhilfeeinrichtung.

Krankenhäuser in Werne, Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen, Schwerte fusionieren: Gespräche bis 2021 abgeschlossen

„Unser Ziel ist es, mit einem Verbund unsere Stärken zu bündeln und die Versorgung der Patienten in unseren Krankenhäusern und der Bewohner im Altenpflege- und Jugendhilfebereich zu sichern“, erklärt Klaus Bathen, Geschäftsführer der St.-Johannes-Gesellschaft, zur geplanten Fusion.

In einer gemeinsamen Presseerklärung gaben die Träger die Zustimmung der Bundesbehörde am Montagvormittag bekannt. Der Zusammenschluss ist auch als Reaktion auf Forderungen aus dem Gesundheitsministerium nach größeren Einheiten gedacht. Die Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung des Verbundes sollen bis Ende Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

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