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Karneval 2022: Das sind die Corona-Regeln in NRW - hier gilt für alle 2G-plus

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Von: Daniel Großert, Simon Stock

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Wie kann unter Corona-Bedingungen 2022 Karneval gefeiert werden? Die Landesregierung NRW hat die Regeln bekannt gegeben. In einem Bereich gilt 2G-plus für alle.

Düsseldorf - Was wird aus dem Karneval 2022? Ein buntes Fest der Freude oder ein weiterer Meilenstein des Corona-Frusts? Jecken aus den Hochburgen Köln, Düsseldorf und anderen NRW-Städten schauten jetzt nach Düsseldorf. Im dortigen Gesundheitsministerium fand am Montag (7. Februar) der Karnevalsgipfel statt. Und es gibt eine Entscheidung.

BrauchtumKarneval 2022
Wann24. Februar bis 1. März

Karneval 2022 in NRW: Mit diesen Corona-Regeln wird Straßenkarneval gefeiert

Die Anfänge der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen sind untrennbar mit dem Karneval verbunden. Eine Karnevalsveranstaltung im Februar 2020 im Kreis Heinsberg sorgte für die Verbreitung von Sars-CoV-2 im Westen. Im vergangenen Jahr 2021 war der Karneval, so er denn stattfand, von Corona geprägt. Und dieses Jahr?

Die NRW-Landesregierung plant für die Karnevalstage (24. Februar bis 1. März 2022) „räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete innerhalb der Städte“. In diesen Zonen, in denen größere Menschenansammlungen zu erwarten seien, würden höhere Schutzmaßnahmen gelten als außerhalb der Gebiete, teilte am Montag das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sprach zuvor mit den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern von Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn.

Karneval 2022 in NRW: 2G-plus in Brauchtumszonen - im Innenbereich Testpflicht für alle

Es sei ihr Ziel, das Schutzniveau in den Bereichen, in denen der Karneval stattfinden werde, zu erhöhen, teilte das Ministerium mit. Dementsprechend werde die nächste Corona-Schutzverordnung für NRW vorsehen, dass die Städte „räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete“ einrichten könnten, „die von den Kommunen rechtssicher und einfach umgesetzt“ werden könnten. In diesen Bereichen, in denen größere Menschenansammlungen zu erwarten seien, sollten dann höhere Schutzmaßnahmen gelten.

Karneval in Köln
Etwa 250 Menschen feiern, nach Angaben des Veranstalters, bei einer Veranstaltung unter dem Moto „Humba Tätärä“ in einem Hotel in Köln Karneval. © Henning Kaiser/dpa

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stellte am Dienstag (8. Februar) die Einzelheiten der Corona-Regeln für den Karneval 2022 vor. Demnach gilt in den Brauchtumszonen, die die Kommunen frei festlegen können, die 2G-plus-Regel. Es haben also nur Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) Zutritt. Geboosterte sind allerdings von der Testpflicht ausgenommen. „Um keine zusätzlichen Anziehungspunkte zu schaffen“, darf es in den Zonen keine „offenen Veranstaltungen“ mit Festbühnen oder Umzügen geben, wie Laumann erklärte.

Bei Feiern im Innenbereich sowie in Kneipen innerhalb der Brauchtumszonen gilt 2G-plus ohne Ausnahme für alle. Dann müssen also auch Menschen, die bereits eine Booster-Impfung gegen Corona erhalten haben, einen negativen Test vorweisen. „Das gilt nur an diesen fünf Tagen, aber da brauchen wir es“, sagte der NRW-Gesundheitsminister. Bei Veranstaltungen im Innenbereich seien maximal 750 Personen zugelassen, draußen gelten „grundsätzlich die Regeln wie bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen“.

Karneval 2022 in NRW: Kommunen können eigene Corona-Regeln erlassen

Laumann bezeichnete die Corona-Regeln für den Karneval 2022 in NRW als „Instrumente für die Kommunen, mit denen Feiern so sicher wie möglich sein können“. Die Städte und Gemeinden könnten aber weitere Regeln wie eine erweiterte Maskenpflicht oder Zugangsbeschränkungen anordnen, ohne dass das Gesundheitsministerium zustimmen muss. „Ich sehe darin eine Lösung, dass wir Menschenansammlungen an Weiberfastnacht oder Rosenmontag in einem gewissen Sicherheitsbereich ermöglichen“, sagte Laumann.

Angesichts der Rekord-Inzidenzen durch die Omikron-Variante hatten viele Karnevalshochburgen bereits schon Konsequenzen gezogen. In Aachen und Bonn wurden die Rosenmontagsumzüge abgesagt. Düsseldorf hat seinen in den Mai verlegt. Auch in Köln wird es nicht so sein, wie früher. Statt Umzug soll es ein kleines „Rosenmontagsfest“ geben. Wie das aussieht, ist noch unklar.

Karneval 2022 in NRW: Gipfel mit Laumann über „geeignete Regelungen“

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Debatten gegeben, weil es keine verbindlichen Regelungen für den Straßenkarneval gibt. Viele Vereine haben ihre Umzüge abgesagt - verboten wären sie aber nicht. Unter anderem der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn hatte „ein klares Statement von der Politik, wohin es geht“ gefordert.

Ihm ging es dabei auch um den Karneval drinnen: Während die Vereine ihre Sitzungen freiwillig weitgehend abgesagt hatten, gibt es nun Veranstaltungen kommerzieller Anbieter. Diese sind zum Teil sehr gut besucht. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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