1. wa.de
  2. NRW

Tanzverbot an Karfreitag: Diese Regeln gelten am stillen Feiertag in NRW

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Großert

Kommentare

An Karfreitag gilt in Deutschland ein Tanzverbot. Die Bundesländer legen den stillen Feiertag aber unterschiedlich aus. Diese Regeln gelten in NRW.

Hamm - Weil Neujahr 2022 auf einen Samstag fiel, stehen für viele Menschen an Ostern die ersten arbeitsfreien Feiertage des Jahres an. Viel mit Feiern ist aber erstmal nicht: Karfreitag ist ein sogenannter stiller Feiertag. In Deutschland gilt dann ein Tanzverbot. Welche Bedeutung hat diese Regel in Nordrhein-Westfalen?

FeiertagKarfreitag
DatumFreitag, 15. April 2022
AnlassGedenken an den Tod von Jesus Christus

Tanzverbot an Karfreitag: Welche Regeln am stillen Feiertag in NRW gelten

„Öffentliche Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen“, sind an Karfreitag verboten, wie im Feiertagsgesetz des Bundes zu lesen ist. Im Volksmund ist diese Regelung als Tanzverbot bekannt. Dass an diesem Feiertag keine Partys und Tanzveranstaltungen erlaubt sind, liegt in der religiösen Bedeutung begründet: An Karfreitag gedenken die Christen des Todes von Jesus Christus - ein Anlass, der nicht zu ausgelassenen Feiern passt.

Wie das Tanzverbot konkret umgesetzt wird, entscheiden die Bundesländer eigenständig. Während beispielsweise in Bayern sehr strenge Regeln gelten, findet in Berlin an Karfreitag sogar ein großes Tanzturnier statt. In NRW sind die Regelungen dagegen auch recht strikt ausgelegt.

Tanzverbot an Karfreitag: Zu diesen Zeiten gilt die Regel in NRW

Wie aus dem „Gesetz über die Sonn- und Feiertage“ des Landes Nordrhein-Westfalen hervorgeht, gilt das Tanzverbot nicht nur den gesamten Karfreitag, der 2022 auf den 15. April fällt. Es beginnt bereits am Gründonnerstag (14. April) um 18 Uhr und dauert bis zum Oster- oder Karsamstag (16. April) um 6 Uhr. Während dieser Zeit sind „der Unterhaltung dienende öffentliche Veranstaltungen einschließlich Tanz“ per Gesetz verboten. Daher haben Clubs und Diskotheken sowohl an Gründonnerstag als auch an Karfreitag geschlossen.

NRW ist zudem das einzige Bundesland, in dem „alle nicht öffentlichen unterhaltenden Veranstaltungen außerhalb von Wohnungen“ an Karfreitag verboten sind. Das bedeutet: Private Treffen oder Partys unter freiem Himmel - beispielsweise im Park - sind nicht erlaubt. Wer dabei erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen. Privatwohnungen sind vom Tanzverbot an Karfreitag, der in den Niederlanden übrigens kein stiller Feiertag ist, dagegen nicht betroffen.

Tanzverbot Karfreitag
Wegen des Tanzverbots an Karfreitag sind Clubs und Diskotheken nicht nur am Feiertag selbst geschlossen. © Franziska Kraufmann/dpa

Wer den Feiertag zum Wechsel seiner Wohnung nutzen möchte, schaut auch in die Röhre: Umzüge sind an Karfreitag in NRW ebenfalls verboten. Auf frische Brötchen muss man an Karfreitag aber nicht verzichten, denn Bäckereien dürfen am Feiertag öffnen - sofern sie es wollen.

Neben dem Tanzverbot gilt an Karfreitag in NRW übrigens auch ein striktes Verbot von Sportveranstaltungen. Das führt beispielsweise dazu, dass an dem ersten der Osterfeiertage kein Spiel in der Fußball-Bundesliga stattfindet.

Auch interessant

Kommentare