Jugendamt prüft Kinderporno-Vorwurf gegen Kita-Chef

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Symbolbild

Bielefeld - Das Landesjugendamt will einen Kinderporno-Vorwurf gegen den Chef eines Bielefelder Kita-Trägers prüfen lassen, den die Staatsanwaltschaft längst zu den Akten gelegt hat. Bereits 2011 fanden Ermittler kinderpornografisches Material auf seinem Computer - doch das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Erst fünf Jahre danach ist der brisante Fund am Donnerstag durch Berichte des "Westfalen-Blatts" und der "Neuen Westfälischen" bekanntgeworden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Vorgang. 

Der Arbeitgeber sei damals nicht über den Fund informiert worden. Auch das Landesjugendamt Westfalen-Lippe als Aufsichtsbehörde erfuhr erst jetzt von den brisanten Ermittlungen, wie ein Sprecher sagte. Umgehend sei nun die Akte angefordert worden. 

Der Fund blieb bislang weitgehend folgenlos: Der damals ermittelnde Staatsanwalt habe das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Der Staatsanwalt habe die Schuld als zu gering angesehen. Weil der damals Beschuldigte in seiner Führungsposition keinen Kontakt zu den Kindern habe, sei es eine Ermessensentscheidung gewesen, den Arbeitgeber nicht zu informieren. 

Nach Einstellung eines Verfahrens kann wegen des selben Verdachts nicht noch mal ermittelt werden. Somit hätte die Prüfung des Jugendamtes keine weiteren strafrechtlichen Folgen - allenfalls dienstliche. Der Betroffene sagte der "Neuen Westfälischen", die Fotos seien ihm untergeschoben worden. Beide Zeitungen sprachen von mehr als 300 Fotos, die 2011 sichergestellt worden seien. Die Durchsuchungen waren laut Staatsanwaltschaft durch eine anonyme Anzeige veranlasst worden. - lnw

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