Klare Worte

Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp ätzt gegen Corona-Impfgegner und zieht irren Vergleich

Jürgen Klopp, ehemaliger Trainer von Borussia Dortmund, hat Corona-Impfgegner scharf kritisiert und dafür einen kuriosen Vergleich angeführt. Der Ex-BVB-Coach meint es ernst.

Hamm - Mit deutlichen Worten hat Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool in England, seinem Unmut gegenüber Corona-Impfgegnern Gehör verschafft. Der ehemalige Coach von Borussia Dortmund (2008–2015) kann nicht nachvollziehen, wie sich Menschen Impfungen gegen das Coronavirus verwehren. Sie würden damit andere Gefährden, ist sich die BVB-Trainerlegende sicher - und führt dazu einen interessanten Vergleich an.

PersonJürgen Klopp
Geburtstag16. Juni 1967 (54 Jahre)
GeburtsortStuttgart
In DIensten des BVB2008 bis 2015

Borussia Dortmund: Ex-Trainer Jürgen Klopp ätzt gegen Corona-Impfgegner

Jürgen Klopp vergleicht Corona-Impfverweigerer mit betrunkenen Autofahrern*. In dieser Metapher sind Corona-Impfungen für den einstigen BVB-Meistertrainer so etwas wie das Gesetz, das Alkohol am Steuer verbietet „Das Gesetz ist nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier getrunken habe und fahren will, sondern es ist dazu da, alle anderen Menschen zu schützen, weil ich betrunken bin und ein Auto fahren will“, erklärt Klopp.

Auch die Corona-Impfung sei schließlich vor allem dazu gedacht, andere Menschen zu schützen bzw. eine generelle Ausbreitung des Virus innerhalb der Bevölkerung zu verhindern. Deshalb sei es für Jürgen Klopp selbstverständlich gewesen, sich ebenfalls gegen Corona impfen zu lassen. Und zwar nicht nur um sich selbst, „sondern auch, um alle Menschen um mich herum zu schützen“, beteuert der ehemalige Coach von Borussia Dortmund.

Jürgen Klopp kann Argument der Freiheit von Corona-Impfgegnern nicht nachvollziehen

Dementsprechend kann Klopp auch das Argument jener Impfgegner nicht verstehen, die meinen, ihre Freiheit würde durch eine Corona-Impfung eingeschränkt werden. „Wenn das so ist, dann ist es auch eine Einschränkung der Freiheit, wenn man nicht trinken und Auto fahren darf, aber das akzeptieren wir“, regt Klopp zum Nachdenken an.

Beim FC Liverpool sei man ebenfalls zu über 99 Prozent geimpft, betont Klopp. Die Leistung der Mannschaft ist dadurch kaum geschmälert worden. Die Reds führen die Tabelle der Premier League an und haben auch in der Champions League beide Auftaktpartien gewonnen. Das kann übrigens auch Borussia Dortmund von sich behaupten, das inständig darauf hofft, schon bald wieder auf seinen Top-Torjäger zurückgreifen zu können. Erling Haaland hat sich inzwischen mit einer emotionalen Botschaft an alle BVB-Fans zu Wort gemeldet. - *sauerlandkurier.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Peter Byrne/dpa

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