Verhältnismäßig viele Impfdurchbrüche

Johnson & Johnson: Impfschutz nach Einmal-Impfung laut Stiko ungenügend

Ein Piks - und die Corona-Impfung ist durch. Das war mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson möglich. Doch der Impfschutz des Vakzins ist laut der Stiko ungenügend.

Hamm - 65 Prozent der Gesamtbevölkerung sind in Deutschland vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Mehr als 3,2 Millionen Impfungen wurden mit dem Vakzin von Johnson & Johnson durchgeführt. In Nordrhein-Westfalen haben laut Robert Koch-Institut (RKI) 746.956 Menschen die Einmal-Impfung damit erhalten. Die Ständigen Impfkommission (Stiko) sagt jetzt: Der Impfschutz des Vakzins ist ungenügend. (News zum Coronavirus)

UnternehmenJohnson & Johnson
GründungJanuar 1886, New Brunswick, New Jersey, Vereinigte Staaten
CEOAlex Gorsky (26. Apr. 2012–)
HauptsitzNew Brunswick, New Jersey, Vereinigte Staaten

Johnson & Johnson: Impfschutz nach Einmal-Impfung laut Stiko ungenügend

Das Expertengremium begründete diese Einschätzung mit den sogenannten Impfdurchbrüchen, also Infektionen trotz Impfung. Im Verhältnis zur Zahl der verabreichten Dosen würden in Deutschland die meisten dieser Ansteckungen bei Geimpften mit Johnson & Johnson verzeichnet. 

Im Vergleich zu den anderen Corona-Impfstoffen sei die Wirksamkeit gegen die Delta-Variante des Virus gering. Die Stiko spricht letztlich von ungenügendem Impfschutz.

Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, hatte vor einiger Zeit betont, dass der Johnson-&-Johnson-Impfstoff vor einer schweren Corona-Erkrankung jedoch sehr wohl schützen könne.

Impfschutz von Johnson & Johnson wohl ungenügend - Auffrischungsimpfung im Gespräch

Die Stiko spricht sich für eine Auffrischungsimpfung aus. Wer mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, sollte eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis für einen besseren Schutz erhalten. Dies könne ab vier Wochen nach der Impfung mit Johnson & Johnson erfolgen, teilte das Expertengremium mit.

Dabei handelt es sich aber noch nicht um eine endgültige Stiko-Empfehlung. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei in die Abstimmung mit Fachkreisen und Bundesländern gegangen, hieß es. Änderungen seien daher noch möglich.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Gezielter Einsatz in NRW

In NRW ist der Impfstoff von Johnson & Johnson vor allem bei Impfaktionen in sozial benachteiligten Stadtteilen zum Einsatz gekommen. Ausgewählte Kommunen erhielten im Mai Sonderkontingente des Impfstoffes, um gezielt in Stadtteilen impfen zu können, in denen die 7-Tage-Inzidenz besonders hoch war.

So startete beispielsweise die Stadt Hamm in Großwohnsiedlungen eine Impfaktion mit Johnson & Johnson*. Außerdem erhielten Wohnungs- und Obdachlose und auch Beschäftigte in Gemeinschaftsunterkünften die Einmal-Impfung. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Gregor Fischer

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