Priorisierung

Corona-Impfungen: Jens Spahn mit wichtiger Ankündigung – was sich im Juni ändert

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Gesundheitsminister der 16 Bundesländer einigten sich bei der Impfung gegen das Coronavirus auf eine Änderung.

Berlin – Ab dem 7. Juni soll die Priorisierung bei der Impfung gegen das Coronavirus* in Deutschland aufgehoben werden. Darauf haben sich Bund und Länder am Montag (17. Mai) verständigt. Darüber hinaus verkündete Jens Spahn noch eine weitere wichtige Änderung, mit der das Impftempo in der Bundesrepublik noch weiter erhöht werden könnte.

ThemaCorona-Impfung in Deutschland
Verabreichte Dosen39,4 Millionen (Stand: 16. Mai)
Vollständig Geimpfte 9,06 Millionen (Stand: 16. Mai)

Corona-Impfung in Deutschland: So viele Impfdosen wurden schon verimpft

40 Millionen Impfdosen sind in Deutschland bisher verabreicht worden, teilte Jens Spahn (CDU)* bei dem Treffen mit seinen Kollegen aus den Ländern in Berlin mit. Besonders „in der Gruppe der sehr Verwundbaren in unserer Gesellschaft“ seien die vier zugelassenen Corona-Impfstoffe* zum Einsatz gekommen, so der Gesundheitsminister. Die Impfpriorisierung habe dabei eine große Rolle gespielt. „Das war keine Bürokratie, das hat Menschenleben gerettet“, so der CDU-Politiker.

In Deutschland konnten sich bisher über neun Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das entspricht in etwa elf Prozent der Gesamtbevölkerung. Besonders gut läuft die Immunisierung beispielsweise in der Stadt Münster*, denn in der Domstadt ist die Impfquote trotz geringer Liefermengen hoch. Knapp jeder zweite Bürger hat in Münster bereits eine Corona-Impfung erhalten* und warten nun auf den zweiten Stich.

Corona-Impfung: Priorisierung wird in Deutschland ab dem 7. Juni aufgehoben

Für das Vakzin von Astrazeneca* wurde die Impfpriorisierung bereits aufgehoben. Wer möchte, darf sich bereits jetzt mit diesem Wirkstoff beim Hausarzt gegen Corona impfen lassen (Lesen Sie dazu: Astrazeneca für alle – so kriegen sie in Münster einen Corona-Impftermin). Auch für die anderen Impfstoffe soll es ab dem 7. Juni keine Priorisierung mehr geben. Die Kommunen könnten jedoch bestimmte Kontingente von Impfdosen weiter für bestimmte Stadtteile oder Personengruppen verwenden. Mit der Festlegung auf den Termin wolle man für alle Beteiligten einen gewissen Vorlauf schaffen, sagte Jens Spahn.

Ab dem genannten Datum sollen auch Betriebs- und Privatärzte routinemäßig mit in die Impfkampagne in Deutschland einbezogen werden. Die Priorisierung bei der Corona-Impfung entfällt demnach nicht nur in Arztpraxen, sondern auch in den regionalen Impfzentren. In rund drei Wochen könnten sich demnach theoretisch alle Münsteraner im Impfzentrum Münster den begehrten Piks abholen. Jens Spahn betonte jedoch, dass aufgrund der aktuell erwarteten Liefermengen nicht gleich alle Impfwilligen im Juni geimpft werden könnten: „Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen.“

Jens Spahn hatte mehrfach verdeutlicht, dass vor einer kompletten Aufhebung der Impfpriorisierung zunächst noch die Menschen, die der Prio-Gruppe 3 angehören immunisiert werden sollen. (Symbolbild)

Corona-Impfung: Diese Personengruppen sind aktuell an der Reihe

Die Corona-Impfungen für die Prio-Gruppe 3* finden aktuell in Deutschland statt. Dazu zählen neben über 60-Jährigen etwa Supermarktverkäuferinnen, Busfahrer, Justizbeamte und Lehrkräfte in weiterführenden Schulen. Die Stadt Bielefeld nahm bei der Corona-Impfung innerhalb der Prio-Gruppe 3 eine Sonderreglung vor* und bevorzugte eine Berufsgruppe. Bis zum 7. Juni seien nach Angaben von Minister Jens Spahn noch rund 15 Millionen Erst- und Zweitimpfungen in Deutschland vorgesehen. Mindestens 40 Prozent der Deutschen sollen dann bis Ende Mai die Erstdosis erhalten haben. (*msl24 und owl24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa und Kay Nietfeld/dpa (Fotomontage: msl24.de)

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