Jäger: "So etwas habe ich noch nie gesehen!“

Im Blutrausch: Wildernder Terrier reißt Reh - Schockfoto im Artikel

+

Netphen - Dieser Anblick ließ auch erfahrene Jäger nicht kalt: Ein freilaufender Hund hat am frühen Samstagnachmittag im Jagdrevier Irmgarteichen-Helgersdorf ein Reh gerissen. Der Jack-Russell-Terrier war offenbar ausgebüxt. Achtung: Wir veröffentlichen weiter unten im Artikel das schockierende Foto des getöteten Wildes. 

Zufällig entdeckten die beiden Jäger Hund und Reh: Der Jack-Russell-Terrier lief ohne Begleitung durch den Wald, und was zunächst wie ein Maulkorb aussah, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als blutige Schnauze, erinnert sich Jagdvorsteher Werner Hock im Gespräch mit unserer Redaktion. 

Dem Hund folgend, stießen die Jäger schließlich auf das schrecklich zugerichtete Tier. Hock: „So etwas habe ich noch nie gesehen.“

Nach Einschätzung der Jäger hat der Hund das Wild von hinten angegriffen und durch Bisse in die Hinterläufe fluchtunfähig gemacht. An dem wehrlosen Tier geriet er dann in einen regelrechten Blutrausch. 

Unendliche Qualen habe das Reh, das beim Auffinden tatsächlich noch lebte, erleiden müssen, berichten die Jäger, die das Tier nur noch erlösen konnten.

Dieser grausame Anblick bot sich den Jägern im Jagdrevier Irmgarteichen-Helgersdorf. Unglaublich: Das Tier lebte beim Auffinden noch.

Auch Jagdpächter Hans-Jörg Braun zeigte sich schockiert, betonte jedoch: „Es ist Gott sei Dank die Ausnahme, dass so etwas passiert.“ Die Besitzer des Hundes bedauern den Vorfall sehr, dennoch werden sie mit einer Anzeige des Jagdpächters beim Ordnungsamt rechnen müssen. 

Braun richtet einen dringenden Appell an alle Hundebesitzer, ihre Hunde nicht frei laufen zu lassen: „Jeder Hund hat Jagdtrieb!“ 

Das Wild benötige im Winter besondere Ruhe. Wegen der Nahrungsknappheit reduziert sich der Stoffwechsel und die Fluchtreflexe des Wildes sind verlangsamt. „So etwas darf nicht noch einmal passieren“, so Braun.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion