Urteil in Hagen

Wohnhausbrand nach Gasexplosion: Bewohner wollte in den Himmel auffahren

Brand nach Gas-Explosion in Wohnhaus in Iserlohn.
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Brand in Wohnhaus in Iserlohn: Ein Bewohner sorgte für die Explosion. Nun gibt es ein Urteil gegen den Mann.

Nach der Gasexplosion in Iserlohn (NRW) kam es zu einem verheerenden Wohnhausbrand: Ein Anwohner kam jetzt in die Psychiatrie. Er wollte mit der Tat in den Himmel auffahren.

Hagen - Nach einer verheerenden Gasexplosion in der Innenstadt von Iserlohn hat das Landgericht Hagen einen 69-jährigen Mann vom Vorwurf des Mordversuchs freigesprochen. Die Richter waren bei der Entscheidung davon überzeugt, dass der Angeklagte zur Tatzeit aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig war.

Zum Schutz der Allgemeinheit wurde er am Freitag jedoch für unbestimmte Zeit in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen. „Es wäre viel zu gefährlich, ihn auf freien Fuß zu setzen“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Bei dem Brand in einem Wohnhaus in Iserlohn wurden 13 Personen verletzt.

Wohnhaus brennt nach Gasexplosion: Angeklagter wollte in den Himmel auffahren

Der Angeklagte hatte gegenüber einem psychiatrischen Sachverständigen zugegeben, am 1. Dezember 2019 den Gashahn an der Therme in seiner Wohnung geöffnet und das ausströmende Gas anschließend angezündet zu haben. In seiner wahnhaften Erkrankung hatte er eigenen Angaben zufolge den Entschluss gefasst, freiwillig aus dem Leben zu scheiden und zum Himmel aufzufahren. Dazu sollte das Dach des Gebäudes zerstört werden.

Bei der Explosion war das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus fast vollständig zerstört worden. Alle elf Bewohner hatten sich gerade noch rechtzeitig retten können. Der Angeklagte hatte die Detonation und den anschließend Brand mit schweren Brandverletzungen an den Händen und am Gesicht überlebt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. - dpa

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