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Brand in Asylunterkunft: Gebäude komplett verraucht - Feuerwehr im Großeinsatz

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Von: Kristina Köller

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In Iserlohn hat es an Heiligabend in einer Asylunterkunft gebrannt. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Die Bewohner konnten nach dem Brand nicht in ihre Unterkunft zurückkehren.

Iserlohn - Die Feuerwehr Iserlohn rückte am Heiligabend um 16.41 Uhr zu einem automatischen Brandmeldealarm an der Corunnastraße in Iserlohn (NRW) aus, heißt es in einer Pressemitteilung. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, quoll dichter Rauch aus dem mehrstöckigen Objekt. Im Keller war es zu einem Entstehungsbrand gekommen, der zu einer massiven Verrauchung des gesamten Gebäudekomplexes führte. Binnen weniger Minuten wurde die Alarmstufe auf Feuer 2 erhöht.

45 Personen konnten sich selbst ohne Unterstützung der Feuerwehr aus dem Gebäude retten, heißt es weiter. Da zunächst unklar war, ob sich noch weitere Personen im Gebäude befinden, wurde eine „massive Menschenrettung“ durchgeführt. Zwei Drehleitern wurden an Vorder- und Rückseite des Gebäudes in Stellung gebracht. „Den Einsatzkräften gelang es schnell, das Feuer im Keller unter Kontrolle zu bringen“, heißt es. Sie konnten keine weiteren Personen im Gebäude feststellen.

Iserlohn (NRW): Brand in Asylunterkunft - Feuerwehr im Großeinsatz

Die Feuerwehr war an Heiligabend in Iserlohn in einer Asylunterkunft im Großeinsatz.
Die Feuerwehr war an Heiligabend in Iserlohn in einer Asylunterkunft im Großeinsatz. © Feuerwehr Iserlohn

Die Bewohner des Gebäudes wurden vom Rettungsdienst gesichtet und im Anschluss betreut, wobei sich neun Personen zu einer näheren Untersuchung vorstellten. „Zum Glück ist niemand ernsthaft verletzt worden“, betont die Feuerwehr.

Ein herbeigerufener Bus der MVG wurde zur vorläufigen Unterbringung der betroffenen Personen genutzt. Da das Gebäude nicht mehr bewohnbar war, musste das Ordnungsamt für alle Betroffenen eine geeignete Herberge organisieren.

Die betroffenen Personen, die sich aus dem Gebäude gerettet hatten, konnten sich vorübergehend in einem MVG-Bus aufhalten.
Die betroffenen Personen, die sich aus dem Gebäude gerettet hatten, konnten sich vorübergehend in einem MVG-Bus aufhalten. © Feuerwehr Iserlohn

Iserlohn (NRW): Brand in Asylunterkunft - Personen bringen sich in Sicherheit

Während des Einsatzes wurde seitens der Kreisleitstelle „ManV 10“ (Massenanfall von Verletzten, bis zu zehn Personen) alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnten aber fast alle Einsatzkräfte ihren Einsatz abbrechen, da es zu keinem größeren Personenschaden kam.

Im Einsatz waren unter anderem die Löschgruppen Stadtmitte, Iserlohner Heide, Bremke, Ober- und Untergrüne, Drüpplingsen, Hennen, Drehleiter Letmathe und sieben Rettungswagen.

Von den Rund 80 eingesetzten Einsatzkräften konnten die letzten um 19 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Die Feuerwache an der Dortmunder Straße besetzten die Löschgruppen Letmathe und Oestrich. Dort waren elf Einsatzkräfte in Bereitschaft. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.

Am Donnerstagmorgen kam es in einem Mehrfamilienhaus in Hagen zum Brand einer Wohnung. Mehrere Personen - darunter ein Feuerwehrmann - wurden verletzt.

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