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Grausame Liebe: Mann erbeutet von Opfer aus NRW viel Geld über Facebook

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Immer mehr Paare lernen sich online kennen - also im Internet. Doch nicht immer sind die Absichten ehrlich - das musste ein Opfer aus NRW am eigenen Leib erfahren.

Hamm/Herne - Über eine Freundschaftsanfrage bei Facebook lernte die 67-jährige Frau aus Herne (NRW) den Mann kennen. Zwischen den beiden entwickelte sich eine „Liebesbeziehung“ - online. Davon ging die Frau zumindest aus. Der Mann hatte etwas anderes im Sinn.

StadtHerne
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner156.374 (2019)

Internet-Liebe: Mann erbeutet von einem Opfer aus NRW tausende Euro über Facebook

Mit dem englischsprachigen Begriff Romance Scam oder Love Scam wird eine Form des Internetbetrugs bezeichnet, bei der gefälschte Profile in Singlebörsen oder sozialen Medien dazu benutzt werden, den Opfern Verliebtheit vorzugaukeln mit dem Ziel, eine finanzielle Zuwendung zu erschleichen. Es ist eine moderne Form des Heiratsschwindels.

Im Zeitraum zwischen Februar 2020 und Oktober 2020 hatte ein Mann einer Hernerin um zehntausend Euro betrogen. Immer wieder brachte der Mann unter dem Vortäuschen falscher Notsituationen die 67-Jährige dazu, ihm hohe Bargeldsummen zukommen zu lassen. Persönliche Treffen gab es nicht, Täter und Opfer haben aber regelmäßige Videotelefonate miteinander gehabt.

Internet-Liebe: Betrugsmaschen sind laut Polizei vielfältig

Nachdem die Frau die Zahlungen eingestellt hatte, brach der Kontakt ab, heißt es in einem Bericht der Polizei. Der Mann soll eine Brille tragen, graue Haare und blaugrüne Augen haben. Er soll nur gebrochen Deutsch sprechen und von kräftiger Statur sein. Ein Richter stimmte einer Fahndung mit Bildern des Tatverdächtigen zu.

Nach dem „Love-Scam“-Betrugsfall suchte die Polizei zunächst mit einem Bild nach einem Tatverdächtigen. Zwei Woche später hat die Polizei die Öffentlichkeitsfahndung zurückgenommen. „Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte der abgebildete Mann als Tatverdächtiger ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats dauern an“, hieß es.

Die Bochumer Kriminalpolizei nimmt Hinweise unter der Rufnummer 0234/909-4205 oder -4441 (Kriminalwache) entgegen. Betrugsmaschen haben mittlerweile vielfältige Erscheinungsformen, heißt es von der Polizei. Unter dem Link https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/ finden Sie Hinweise und Informationen, wie Sie mit solchen Situationen umgehen. Auch die Bochumer Kriminalprävention steht unter der Rufnummer 0234/909-4040 für Fragen zur Verfügung.

Auch mit falschen Immobilienanzeigen versuchen Betrüger an die Daten oder das Geld ihrer Opfer zu kommen. Was die Täter wollen, welche Betrugsmaschen es gibt - und wie Wohnungssuchende sich wappnen können.

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