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Inflation in NRW steigt auf 7,7 Prozent: So berechnen Sie Ihre persönliche Rate

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Von: Daniel Großert

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Die Preise steigen: In NRW hat die Inflation den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Mit einem Online-Tool lässt sich die persönliche Rate errechnen.

Hamm - Inflation war bis zum Sommer 2021 für viele ein Wort, das sie zwar kannten, mit dem sie sich aber kaum auseinandergesetzt haben. Das hat sich aber drastisch geändert: Seitdem steigt die Inflationsrate weiter und weiter, weil viele Waren und Dienstleistungen immer teurer werden. In NRW ist sie mit 7,7 Prozent aktuell so hoch wie zuletzt vor fast 50 Jahren. Aber nicht für alle: Mit einem Tool kann man die persönliche Inflationsrate berechnen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Inflation in NRW bei 7,7 Prozent: Wie Sie die persönliche Rate berechnen

Inflation beschreibt „den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum“, ist im Online-Lexikon Wikipedia zu lesen. Eine hohe Inflationsrate bedeutet also, dass Güter und Dienstleistungen deutlich teurer geworden sind. Oder anders herum: Das Geld ist weniger wert, weil man sich für die gleiche Summe weniger kaufen kann.

In Nordrhein-Westfalen ist die Inflationsrate im April auf 7,7 Prozent gestiegen, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Zuletzt war sie Ende 1973 so hoch. Treiber der Inflation waren zuletzt deutliche Preisanstiege bei Energie und Lebensmitteln. Um die gestiegenen Kosten abzufedern, hat die Bundesregierung beispielsweise schon einen Tankrabatt oder eine Energiepauschale beschlossen.

Aber wie wird die Inflationsrate überhaupt berechnet? Dem Wert liegt der sogenannte Verbraucherpreisindex zugrunde. Darin ist die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen enthalten, die private Verbraucher für Konsumzwecke kaufen bzw. in Anspruch nehmen. Neben Lebensmitteln und Energiekosten umfasst der Index also beispielsweise auch die Miete sowie Ausgaben für Bekleidung, Freizeit oder Gesundheit.

Höchste Inflation seit fast 50 Jahren in NRW: Online-Tool berechnet persönliche Rate

Weil aber nicht jeder Bürger bzw. Haushalt in allen Bereichen gleich viel Geld ausgibt, unterscheidet sich die persönliche Inflationsrate meist von der landesweiten. Zwei einfache Beispiele: Wer kein Auto hat, bekommt die hohen Spritpreise weniger zu spüren; Vegetarier und Veganer merken nichts von gestiegenen Kosten für Fleisch.

Um die eigene Inflationsrate zu berechnen, stellt das Statistische Bundesamt ein Online-Tool zur Verfügung. In den persönlichen Inflationsrechner können Verbraucher ihre monatlichen Ausgaben für bestimmte Lebensbereiche eingeben und das Tool berechnet anhand der prozentualen Anteile die eigene Rate. Ganz genau ist das Ergebnis allerdings nicht: Weil die Daten für April noch vorläufig sind, bezieht sich der Rechner auf die Inflation im März, die bundesweit bei 7,3 Prozent lag.

Ein Kunde bezahlt seinen Einkauf an einem Stand auf einem Wochenmarkt mit einem Fünf-Euro-Schein.
Die Preise - unter anderem für Lebensmittel - steigen weiter. Mit einem Online-Tool lässt sich die persönliche Inflationsrate berechnen. © Moritz Frankenberg/dpa

Gestiegene Kosten bemerken Verbraucher aktuell auch in einem weiteren Bereich: McDonald‘s und Burger King haben die Preise erhöht. Für Burger und Pommes müssen Kunden nun mehr bezahlen.

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