Feuerwehr im Einsatz

Einsatz im Industriegebiet: Ölhärtebad in Flammen - Kohlendioxid strömt aus

Industriebrand in Lindlar: Ölhärtebad in Flammen
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Industriebrand: Ölhärtebad in Flammen.

100 Einsatzkräfte im Industriegebiet: In einem großen Industriegebäude geriet das Ölhärteband in Flammen.

Lindlar - In einem großen Industriegebäude in Oberleppe stand ein Ölhärtebad in Flammen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, weil alle Mitarbeiter das Federnwerk rechtzeitig verlassen konnten.

Als um 12.12 Uhr der Brand in dem metallverarbeitenden Betrieb gemeldet wurde, war das Gefahrenpotential schnell klar. Die Flammen bedrohten auch die Werkshalle, und am Ende war der Brand des Daches das weitaus größere Problem für die Feuerwehr: „Die Flammen am Ölhärtebecken wurden von der CO2-Löschanlage eingedämmt, doch es hatten sich bereits Teile der Dachkonstruktion enzündet“, erklärt Hans Peter Scheurer, Pressesprecher der Feuerwehr Lindlar.

Das dabei ausgeströmte Kohlendioxid stellt dabei eine besondere Gefahr für die Feuerwehrleute dar, die sich der betroffenen Halle aber ohnehin nur unter schwerem Atemschutz näherten.

Feuerwehr-Einsatz: Kohlendioxid tritt aus - 100 Einsatzkräfte vor Ort

Insgesamt waren etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort: Die Einheiten der Feuerwehr Lindlar bekamen schnell überörtliche Unterstützung aus Gummersbach mit den Löschgruppen Gelpetal, Hülsenbusch und Berghausen. Der Löschzug Stadt entsandte die Drehleiter, die sich bei den Löscharbeiten an der Dachkonstruktion als unentbehrlich erwies. Ebenfalls vor Ort waren sechs Kräfte vom Rettungsdienst in Marienheide und Lindlar. Aufgrund der Brisanz der Alarmierung kamen auch der Kreisbrandmeister samt Stellvertreter, die den großen Einsatzleitwagen mitbrachten.

Obgleich ein Szenario wie bei einem Galvanik-Brand zu befürchten war, blieb die ganz große Katastrophe aus. Zwar schlugen Flammen durch die Dachhaut, es mussten über Stunden Brandherde in der Zwischendecke gesucht und unschädlich gemacht werden, und der genaue Schaden konnte bislang noch nicht überblickt werden, doch für die Einsatzkräfte war das Schlimmste nach ein eineinhalb Stunden erledigt.

Flammen drohten auf benachbarten Neubau überzugreifen

Wie der Brand entstanden ist, steht aber im Wesentlichen fest: „Das Ölhärtebad hat normalerweise eine Temperatur von 50 Grad. Die Federn, die darin eingetaucht werden, sind rund 900 Grand heiß“, erläutert Pressesprecher Scheurer das folgenreiche Malheur. Normalerweise würden die Federn schnell wieder das Becken verlassen, doch diesmal habe sich eine Feder verkanntet und habe zuviel Zeit gehabt, das Öl zu erhitzen.

Doch während das Ölbecken zügig zu löschen war, erweist sich die Dachkonstruktion aus Holz und Teerpappe als tückische Herausforderung für die Feuerwehr. Am frühen Nachmittag war das Einsatzende daher noch nicht realistisch absehbar. Zwischenzeitlich drohten die Flammen sogar auf den benachbarten Neubau überzugreifen, weshalb eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt wurde.

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