Tempo wird erhöht

Impfreihenfolge in NRW: Termine zur Corona-Impfung für weitere Jahrgänge - wer ist wann an der Reihe?

Die Impfreihenfolge gibt an, wer in NRW wann gegen Corona geimpft wird. Alle Infos und Entwicklungen zu den priorisierten Gruppen:

Update vom 13. April, 17.19 Uhr: Die Jahrgänge 1944 und 1945 können ab Freitag, 16. April, Termine für ihre Corona-Impfung vereinbaren. Die Terminvergabe läuft wieder über die Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen. Alle, die zwischen dem 1. Januar 1944 und dem 31. Dezember 1945 geboren wurden, können dann Impftermine für sich und ihre Lebenspartner machen. Die Impftermine sind online unter www.116117.de oder telefonisch unter 116 117 (oder unter 0800 116 117 02 für Westfalen-Lippe und 0800 116 117 01 für das Rheinland) buchbar.

BundeslandNordrhein-Westfalen
LandeshauptstadtDüsseldorf
Fläche34.098 km²
Einwohner17.947.221 (31. Dezember 2019)

Impfreihenfolge in NRW: Termine für weitere Jahrgänge

Update vom 12. April, 16.28 Uhr: Die Corona-Impfungen in NRW schreiten voran. Immer mehr Menschen erhalten ein Angebot. Ministerpräsident Armin Laschet hat jetzt mit dem Vorstoß überrascht, die Impfreihenfolge schon im Frühjahr aufzuheben.

Update vom 8. April. 22.25 Uhr: In NRW werden die 79-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft. Bald sind auch die Jahrgänge 1942 und 1943 dran - im Rheinland können sich die 78-Jährigen sogar schon ab Freitag (9. April) einen Termin buchen. 

Update vom 6. April, 15.28 Uhr: Die Hausärzte steigen bei den Corona-Impfungen in Nordrhein-Westfalen ein. Mit dem Impfstoff von Biontech sollen zunächst chronisch Kranke geimpft werden, berichtet der Hausärzteverband Nordrhein. Erste Impfungen wurden am Dienstag durchgeführt, allerdings gelang der Impfstart nicht überall pünktlich. Anfangs stehen nur wenig Impfdosen zur Verfügung. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein ging von einem allgemeinen Impfstart am Mittwoch aus.

Am Dienstag begann in Nordrhein-Westfalen zudem für alle 79-Jährigen die Terminbuchung für eine Impfung mit Biontech. Auch ihre Lebenspartner können mit angemeldet werden - deren Alter spielt keine Rolle. Die Impfungen dieser Personengruppe soll dann frühestens am Donnerstag, 8. April, starten.

Impfreihenfolge in NRW: Tempo wird erhöht - diese Gruppen sind bald dran

Update vom 31. März, 13.25 Uhr: Es kommt immer mehr Bewegung in die Impfreihenfolge in NRW. Nachdem das Land die Corona-Impfungen mit Astrazeneca für unter 60-Jährige gestoppt hat, verkündete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann den nächsten Impf-Hammer: Weil das Land an Karsamstag noch einmal 380.000 Impfdosen von Astrazeneca bekommt, können sich Über-60-Jährige noch an Ostern mit dem Vakzin gegen Corona impfen lassen. Nach Ostern gehen dann die Impfungen für chronisch Kranke und stark pflegebedürftige Menschen bei den Hausärzten los. Außerdem startet nach den Feiertagen die Terminvergabe für Senioren unter 80.

Update vom 29. März, 15.23 Uhr: Es hat Änderungen in der Impfreihenfolge in NRW gegeben, was das Impfsystem flexibler gestalten soll - außerdem steht der Stichtag zur Terminvergabe für Corona-Impfungen bei den unter 80-Jährigen fest. Die ersten Impfungen für jene Personengruppe soll noch im April starten.

Impfreihenfolge in NRW: Wann wird wer gegen Corona geimpft?

[Erstmeldung vom 10. März, 10.23 Uhr] Hamm - In Stein gemeißelt ist die Impfreihenfolge für die Testung in den Impfzentren nicht. Schließlich hat die Bundesregierung darin bereits Veränderungen vorgenommen, jetzt wird eine weitere Gruppe eher gegen das Coronavirus geimpft. Eine aktuelle Übersicht zeigt, welche Gruppe in NRW wann geimpft werden soll. (News zum Coronavirus)

Die NRW-Landesregierung möchte Tempo machen bei den Corona-Impfungen, deshalb will das Gesundheitsministerium die zweite Prioritätengruppe bei der Impfreihenfolge früher komplett öffnen. Viele stellen sich dabei vor allem eine Frage: Wann bin ich an der Reihe? Ein Online-Impfrechner kann dabei helfen, einen persönlichen Termin zur Impfung gegen Corona zu ermitteln. Anderenfalls bietet sich ein Blick in die Übersicht zur aktuellen Impfreihenfolge an.

Corona-Impfreihenfolge in NRW: Drei Gruppen haben Priorität

  • Gruppe eins: Höchste Priorität in der Corona-Impfreihenfolge haben alle über 80-Jährigen, Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst. Neu dazu gekommen sind bettlägerige Menschen über 80 und Personen mit Pflegegrad 4, sie werden zu Hause geimpft. Zwei Kontaktpersonen können bei dem Termin mitgeimpft werden.
  • Gruppe zwei: Hohe Priorität haben Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke, Transplantationspatienten, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Bereitschaftspolizisten. Seit Kurzem werden auch Kita-Mitarbeiter sowie Lehrer an Grund-, Sonder- und Förderschulen der Gruppe zwei bei der Impfreihenfolge zugeordnet.
  • Gruppe drei: Anschließend sollen unter anderem über 60-Jährige, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen sowie Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel gegen Corona geimpft werden.
  • Gruppe vier: Dazu zählen all diejenigen, die in der Verordnung zur Impfreihenfolge bis dato noch nicht erwähnt worden sind. Weitere Kategorisierungen und Priorisierungen sind jedoch nicht auszuschließen.

Es könnte aber noch einmal Verschiebungen geben, denn Wahlhelfer für die Bundestagswahl 2021 sollen in der Impfpriorisierung hochgesetzt werden, schreibt 24RHEIN.de*.

Impfreihenfolge in NRW: Innerhalb der Gruppe kommt es zu zeitlichen Unterschieden

Dass Personen in Sachen Priorität der gleichen Gruppe in der Impfreihenfolge angehören, heißt nicht, dass sie auch zeitgleich geimpft werden. Bewohner in Pflegeheimen waren bekanntlich als erstes an der Reihe, während die Impfzentren für Menschen über 80 parallel erst noch errichtet werden mussten. Auch in Impfgruppe zwei kommt es zu zeitlichen Unterschieden beim Impfen innerhalb der Gruppe.

Während in NRW Kita-Personal sowie Lehrer in Grund-, Sonder- und Förderschulen seit dem 8. März gegen Corona geimpft werden, müssen die über 70-Jährigen auf den April warten: Ab dem 8. April soll es für Menschen unter 80 Jahre losgehen. Zuerst erhalten die 79-Jährigen Post.

Außerdem kann es innerhalb der Impfreihenfolge immer zu Verschiebungen und Veränderungen kommen. Erst im Nachhinein wurden zum Beispiel Lehrer und Kita-Personal der zweiten Impfgruppe zugeordnet, was bei der Polizeigewerkschaft in NRW für Unverständnis sorgte.

Impfreihenfolge in Deutschland: Bürokratie bei Corona-Impfungen wird kritisiert

An dem System der Impfreihenfolge in Deutschland gibt es von vielen Seiten Kritik. Ein Impfarzt aus NRW beanstandet etwa, dass zu viel über das Impfen geredet wird, anstatt tatsächlich gegen Corona zu impfen. Damit kritisiert er auch die Bürokratie hinter der Massenimpfung.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor dem Start der Corona-Impfungen in Arztpraxen, die zeitnah beginnen sollen, indes das Konzept der Impfreihenfolge verteidigt: „Menschenleben retten ist keine Bürokratie.“ Deshalb sei eine Priorisierung bei der Impfstoffvergabe weiterhin notwendig, so Spahn im ZDF-Morgenmagazin. Impfungen sind das wichtigste Werkzeug, um eine dritte Corona-Welle in Deutschland zu bremsen.

Zudem bekundete Spahn sein Vertrauen in die Ärzteschaft: „Ich habe ein sehr hohes Vertrauen in die Ärztinnen und Ärzte, dass sie zuerst diejenigen Patienten impfen werden, die auch am meisten gefährdet sind.“ Zur Menge der Impfstoffe, die in den Arztpraxen verfügbar sein sollen, konnte der Bundesgesundheitsminister noch keine Angaben machen.

Die Impfungen mit Astrazeneca wurde für einige Tage ausgesetzt. Die Bundesregierung will laut Impfgipfel-Beschlüssen jedoch an der vorhergesehenen Reihenfolge festhalten. *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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