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Impfpflicht in NRW: Hendrik Wüst mit eindeutiger Forderung an Kanzler Scholz

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Von: Marcel Guboff

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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sagt: Die Impfpflicht muss kommen. Er stellt vor dem Corona-Gipfel eine klare Forderung an Kanzler Olaf Scholz.

Hamm - Die größte Waffe im Kampf gegen das Coronavirus und speziell gegen die ansteckendere Omikron-Variante ist das Impfen. Dafür hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) jüngst noch einmal eindringlich geworben. Schon bei der ersten Impfung gebe es eine große Schutzwirkung.

NameHendrik Wüst
Geboren19. Juli 1975, Rhede
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands

Impfpflicht in NRW: Hendrik Wüst drückt aufs Tempo und stellt Forderung an Kanzler Olaf Scholz

„Die erste Impfung senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch“, sagte der 58-Jährige der Bild am Sonntag. Daher könnte mit einer Steigerung der Erstimpfungen auch in der sogenannten Omikron-Welle die Zahl der Corona-Toten wirksam gesenkt werden. Doch es bleibt die Sorge, dass die Zahl der Geimpften nicht spürbar steigen werde. Karl Lauterbach sei daher „sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften“ in Deutschland.

Die Impfpflicht könnte dabei helfen. Die Diskussion darüber ist zuletzt etwas in den Hintergrund geraten. Weshalb jetzt unter anderem Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, in dieser Hinsicht aufs Tempo. Und nahm dabei die neue Bundesregierung aus SPD, Grüne und FDP in die Pflicht.

Hendrik Wüst fordert schnelle Impfpflicht: „Dazu möchte ich jetzt etwas hören“

„Die Impfpflicht muss kommen“, forderte Hendrik Wüst am Montag in der ARD. Olaf Scholz habe sie, bevor er Kanzler geworden ist, für Februar anvisiert. „Das muss auch gelten, wenn er Kanzler ist“, sagte Hendrik Wüst, der aktuell auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. „Wir brauchen diese Impfpflicht, dazu möchte ich jetzt etwas hören.“ Und zwar spätestens, wenn sich Bund und Länder am Freitag (7. Januar) zum nächsten Corona-Gipfel treffen. Karl Lauterbach deutete bereits an, um welche Beschlüsse es (auch) gehen wird.

Zwar wisse Hendrik Wüst um die Tatsache, dass immer noch großes Interesse an den Booster-Impfungen bestehe. „Aber es sind immer noch zu wenig Menschen, die überhaupt erst- oder zweitgeimpft sind“, meinte der NRW-Ministerpräsident.

Werbematerial der Landesregierung für die Corona-Impfung steht bei einer Pressekonferenz des Corona Krisenstabs Niedersachsen im Landtag.
Impfpflicht in NRW: Wüst drückt aufs Tempo und stellt Forderung an Kanzler Scholz © Julian Stratenschulte/dpa

Bei der MPK am Freitag werde unter anderem über die Fortsetzung der Booster-Kampagne gesprochen sowie über Daseinsvorsorge und Quarantäne-Regelungen, kündigte der Vorsitzende vor dem Corona-Gipfel an. Mit Blick auf die vergleichsweise leichteren Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante müsse auf Basis des Expertenrats gemeinsam entschieden werden, ob 14 Tage Quarantäne wirklich nötig seien oder ein paar Tage weniger auch in Ordnung wären. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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