Illegale Straßenrennen mitten im Ruhrgebiet: Polizei kassiert 600-PS-Monster ein

Illegale Autorennen in den Innenstädten des Ruhrgebiets: In Bochum und Dortmund stoppte die Polizei Raser. Das hatte gravierende Folgen.

Bochum/Dortmund - PS-Protze machen die Innenstädte des Ruhrgebiets unsicher. Am Montagabend (15. März) wurden mehrere von ihnen erwischt, wie sie in Bochum und Dortmund bei illegalen Straßenrennen ein bisschen „Fast and Furious“ spielten.

MetropolregionRuhrgebiet
Einwohnerca. 5,1 Millionen
Größte StädteDortmund, Bochum, Essen, Duisburg

Illegale Straßenrennen im Ruhrgebiet: Raser in Dortmund und Bochum erwischt

Besonders prachtvoll war ein Rennexemplar, das Zivilpolizisten im Stadtzentrum Bochum ins Netz ging. Es hatte 600 PS unter der Haube. Sein Fahrer war den Polizisten aufgefallen, als er sich gegen 22.30 Uhr an der Kreuzung Südring/Viktoriastraße durch die geöffneten Seitenscheiben mit dem Fahrer eines weiteren PS-starken Autos unterhielt. Dabei ließen die beiden immer wieder den Motor aufheulen.

Als die Ampel schließlich auf Grün sprang, gaben beide Vollgas und rasten in Richtung Hauptbahnhofvorplatz. Dabei vollzog eines der Fahrzeuge ein riskantes Überholmanöver auf regennasser Fahrbahn, ehe beide in die Wittener Straße abbogen. Um einen Unfall zu verhindern, musste ein Linienbus abbremsen.

Nach kurzer Verfolgungsfahrt stoppten die Zivilpolizisten den 600 PS starken Audi RS7; der andere Rennfahrer flüchtete. Das vordere Kennzeichen des Autos lag hinter der Windschutzscheibe. Die Polizeibeamten stellten den Führerschein sicher und beschlagnahmten das Auto. Ein Spezialist wird die Daten des Fahrzeugs auslesen

Illegale Autorennen: Jagd für den Wallring in Dortmund

Nur wenige Kilometer östlich schnappte sich die Polizei in Dortmund zwei junge Männer, die sich ein Rennen auf dem Innenstadt-Wallring lieferten. Um 22.44 Uhr fiel einem Streifenteam auf dem Wall zunächst der ein Golf GTI auf. Dessen 23-jähriger Fahrer suchte mit allen zur Verfügung stehenden Fahrzeuglampen den Kontakt zur Außenwelt. Der 28-jährige Audi-A4-Fahrer reagierte darauf, überholte die Einsatzkräfte der Polizei und blieb an einer Ampel neben dem GTI stehen.

Beide Pkw-Fahrer ließen nach dem Start die Motoren aufheulen, beschleunigten stark, bremsten wieder ab, schlängelten sich mit gefährlich hohem Tempo durch den Verkehr - nach ersten Erkenntnissen fuhren sie ein Rennen, wo nur 30 km/h erlaubt sind. An der Rheinischen Straße und am Ostwall bereitete die Polizei dem Spuk ein Ende. Die inzwischen getrennten Fahrer wurden angehalten.

Der Audi, der Golf, die Führerscheine und die Mobiletelefone der Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt. Beide Fahrzeuge - jeweils Leihwagen - wurden abgeschleppt. Der Audi-Fahrer gab an, nur ein wenig „gedrückt“ zu haben. Über die juristischen Folgen wird später die Justiz entscheiden: Die Polizei ermittelt gegen beide Fahrer. Sie stehen unter dem Verdacht, an einem illegalen Rennen teilgenommen zu haben (§ 315d). Wie die beiden die Rückfahrt von Dortmund in ihre Heimat Rheda-Wiedenbrück organisierten, ist nicht weiter bekannt.

Da konnte dieser Porsche-Fahrer bei einem illegalen Autorennen in Dortmund noch so sehr Gas geben. Gegen eine Straßenbahn zog er am Ende den Kürzeren. 

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst /dpa

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