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Hunde-Dame ist nicht zu fassen - Alarm an der A1

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Ein in Werne entlaufener Hund sorgt für Aufregung. Er soll mehrfach Polizeieinsätze ausgelöst haben. Und dann lief er noch zur Autobahn.

Werne - Anfang Juli 2022 ist ein Hund, ein kurzbeiniger Miniature Australian Shepherd, in Werne entlaufen. Das Tier soll sich seitdem im Großraum Werne aufhalten, allerdings auch Stippvisiten bis nach Hamm und Dortmund-Wickede unternommen haben. Mehrmals soll die Hundedame namens „Ina“ den Straßenverkehr gefährdet und so Polizeieinsätze ausgelöst haben - sogar auf der Autobahn.

Hunde-Dame sorgt für Polizeieinsätze - Alarm an der Autobahn

Laut Berichten soll sie sogar einmal auf dem Gelände des Flughafens in Dortmund-Wickede gesehen worden sein und dort für Hektik gesorgt haben, wie ein Insider der Redaktion gegenüber angibt. Weder das Polizeipräsidium Dortmund noch die dortige Bundespolizei konnten einen entsprechenden Einsatz am Flughafen allerdings bestätigen.

Bestätigt ist dagegen ein stundelanger Polizeieinsatz in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli, an dem insgesamt drei Polizeibehörden (Hamm, Kreis Unna, Kreis Coesfeld) beteiligt waren. Denn da wurde „Ina“ zunächst in Hamm in Nähe der Autobahn 2 gesichtet. Die Hammer Polizei wurde informiert. Doch der Streuner entfernte sich von der Autobahn und lief in Richtung Werne und Herbern. In der Nähe der Nordlippestraße näherte er sich gegen 4 Uhr nachts der Autobahn A1.

Eine Hundefängerin aus Hamm wurde alarmiert. Doch ihr gelang es offenbar nicht, das ausgebüxte Tier einzufangen. Wenig später zog „Ina“ Richtung Herbern und damit in den Bereich der Polizei Coesfeld ein. „Wir hatten am 6. Juli um 4.49 Uhr einen Einsatz, ausgelöst durch einen Anruf vom Tierschutz“, bestätigt Polizeisprecherin Britta Venker auf Anfrage der Redaktion.

Hund entwischt der Polizei - Streuner taucht in Hamm, Kamen und am Flughafen Dortmund auf

Schließlich wurde der Hund am äußersten Rande Herberns, an der Straße Nordick-Homberg, gesichtet. Allerdings gelang es auch hier nicht, das Tier, das ein rotes Geschirr tragen soll, einzufangen. Laut Informationen eines Insiders soll der Streuner in den vergangenen Tagen große Strecken zurückgelegt haben. Unter anderem tauchte er an einer Bahnstrecke bei Kamen auf, am Dortmunder Flughafen sowie in Hamm.

Nicht nur die Polizei ist mit dem Aufspüren des Tieres befasst, sondern auch der Tierschutz, der am Wochenende mit Hilfe von Spaziergängern im Bereich Werne und Herbern das Tier suchte. Demnach handelt es sich bei Ina um einen Angst-Hund, der nicht zutraulich ist. Dem Vernehmen nach macht sich die Besitzerin von Ina große Sorgen und sucht permanent nach der Ausreißerin.

Hund soll ängstlich sein: Polizei kann Streuner nicht schnappen

Die Tierschützer sprachen unter anderem zwei Mal eine Wandergruppe an, die vom ehemaligen Lokal „Zum letzten Wolf“ zu einer Rundtour startete. Tierschützerinnen kamen mit der Gruppe sowohl beim Start als auch bei der Rückkehr ins Gespräch über den Hund. „Er ist ängstlich, aber nicht bissig“, hieß es. Gesichtet wurde er von den Wanderern nicht. Unklar ist derzeit, ob das Tier noch lebt und wie es sich über einen Zeitraum von mehr als einer Woche versorgt hat.

Im Internet-Lexikon Wikipedia heißt es zu der Rasse: „Der Miniature American Shepherd (auch Miniature Australian Shepherd, salopp Mini-Aussi) ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus den USA. Ein Unterschied zum Australian Shepherd liegt in der Größe. Während die Schulterhöhe (Widerrist) beim Australian Shepherd zwischen 46 und 58 cm liegt, beträgt sie beim Miniature American Shepherd 33–43 cm für Hündinnen und 35,5–46 cm bei Rüden. Die Rasse kommt wie der Australian Shepherd in vielen Farbschlägen vor: Black, Blue Merle, Red, Red Merle. Alle Farbvarianten können weiße und/oder kupferfarbene Abzeichen haben.“ - von Jörg Heckenkamp

Einer Frau aus Unna wurde ihr kleiner Hund Brutus am Edeka gestohlen - doch nach langer Suche gab es ein Happy End. Nicht der einzige Hunde-Diebstahl in NRW: Im RE wurde ein Pinscher seinem schlafenden Herrchen geklaut und in einen anderen Zug gesetzt. Der Tierschutz macht einen schrecklichen Fund, dabei steht ein übler Verdacht im Raum, wie RUHR24.de schreibt.

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