Rettungshubschrauber im Einsatz

Horrorunfall in Werdohl: Junger Mann wird von Taxi erfasst und schleudert durch die Windschutzscheibe

+
Der junge Mann schleuderte durch die Windschutzscheibe.

Werdohl – Ein dramatischer Unfall ereignete sich am späten Samstagabend auf der Versestraße. Gegen 23.00 Uhr wird die Polizei gerufen, weil ein Zeuge eine hilflose Person am Straßenrand liegen sah. Sofort machen sich Beamten auf den Weg, doch noch vor ihrem Eintreffen passiert etwas Tragisches.

Die Person, ein 20-jähriger Mann, steht auf und läuft unvermittelt auf die Straße. Ein Taxifahrer kann nicht mehr rechtzeitig bremsen, das Auto erfasst den jungen Mann. Der wird durch die Kollision zwischen Windschutzscheibe und der aufgesprungenen Motorhaube eingeklemmt.

Als Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wenig später an der Unfallstelle eintreffen, müssen sie den schwer verletzten Fußgänger aus dem Fahrgastraum des Taxis retten. Durch die Wucht des Zusammenpralls war er durch die Frontscheibe geschleudert worden.

Ein Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten in eine Spezialklinik.

Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber ins Dortmunder Klinikzentrum Nord geflogen wurde. Der am Flugplatz Marl stationierte "Akkon Bochum" der Johanniter Luftrettung ist einer der wenigen Rettungshubschrauber in Nordrhein-Westfalen, die auch nachts fliegen dürfen.

Unfall und Hubschrauber ziehen viele Schaulustige an

Er landete gegen 23.50 Uhr auf der anderen Flussseite der Lenne im Bereich des Bolzplatzes neben dem Goetheparkplatz. Der Unfall und vor allem die Landung des Rettungshubschraubers zogen auch viele Schaulustige an, die fortan die Arbeit der Einsatzkräfte interessiert verfolgten.

Nun hoffen die Einsatzkräfte, daß der junge Mann den Unfall überlebt. Auf der B236 sind maximal 100 Km/h erlaubt. Doch der Taxifahrer fuhr nach Zeugenaussagen wesentlich langsamer, was dem Unfallopfer möglicherweise das Leben gerettet hat. Es wird geschätzt, daß er etwa 60 bis 70 Stundenkilometer schnell fuhr.

Weit bis nach Mitternacht dauerte die Spurensicherung an.

Unverletzt blieb der Taxifahrer. Er hat keinerlei Blessuren erlitten, sich aber vorsorglich selbst ins Krankenhaus begeben. An dem Taxi, einem älteren Mercedes C-Klasse Kombi, entstand Totalschaden. Die Bundesstrraße blieb für die Unfallaufnahme noch bis weit nach Mitternacht gesperrt.

Unfallhergang ist für die Beamten klar

Allerdings ist für die Beamten der Unfallhergang ziemlich schlüssig, was die Arbeit der Spurensicherung erleichtert. Obgleich nicht nur Fahrzeugteile über eine Distanz von mehr als 30 Metern verstreut wurden. Auch eine Brille sowie die Schuhe des Unfallopfers lagen verstreut. Was die Polizei nun ermitteln muss: Wieso der junge Mann hilflos am Straßenrand lag.

Am Taxi entstand Totalschaden.

Hinsichtlich des Taxifahrers ist sich die Polizei aber sicher: Er trägt keine Schuld an dem Geschehen, sichergestellt wurde der Mercedes dennoch. Für den Fahrer bleibt allerdings noch zu befürchten, daß er lange unter den seelischen Belastungen leiden muss, die solche traumatischen Erlebnisse mit sich bringen.

Die Freiwillige Feuerwehr Werdohl war mit insgesamt 30 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen vor Ort. Um 23.05 Uhr war zunächst der Löschzug Stadtmitte unter dem Stichwort „eingeklemmte Person“ alarmiert worden, der bei der Bergung des Verletzten half und die Einsatzstelle ausleuchtete. Um 23.35 Uhr forderte Wehrleiter Kai Tebrün auch die Kräfte aus Kleinhammer und Brüninghaus an, die den Landeplatz für den Rettungshubschrauber vorbereiteten und diesen ausleuchteten.

Ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in Hagen. Dort war ein BMW gegen ein Baum geprallt. Drei junge Frauen schweben in Lebensgefahr.

Lesen Sie auch: Frau stirbt bei Frontalzusammenstoß

Video-Beitrag

Video: Hier landet der Hubschrauber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare