Polizei durchsucht Wohnungen

Hochzeitskorso blockiert Autobahn: Wer nahm daran teil?

Hochzeitskorso auf der Autobahn: Wiederholt kam es bereits zu solchen Blockaden - wie hier auf der A3.
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Hochzeitskorso auf der Autobahn: Wiederholt kam es bereits zu solchen Blockaden - wie hier auf der A3.

Teilnehmer eines Hochzeitskorsos haben auf der A43 die Autobahn blockiert. Die Polizei greift jetzt zu drastischen Mitteln, um die Feiernden zu überführen.

Münster/Drensteinfurt - Die Hochzeit ist bereits Monate her, doch die Folgen ihrer Feier beschäftigen die Polizei Münster noch immer. Ein Hochzeitskorso mit zehn Fahrzeugen hat am Donnerstag, 2. Juli 2020, die Autobahn 43 und die B51 bei Münster blockiert.

Mit einem Hubschrauber folgte die Polizei den Feiernden und stoppte sie, nachdem die Hochzeitsgesellschaft 20 Kilometer lang mit etwa Tempo 30 auf der A43 unterwegs war und so den Verkehr erheblich gefährdete.

Hochzeitskorso auf der Autobahn: Teilnehmer machten Videos und Fotos

Die Autofahrer des Hochzeitskorsos fuhren nicht nur mit sehr geringer Geschwindigkeit über alle Fahrbahnen und die Seitenstreifen, sondern lehnten sich auch aus den Fenstern und machten Fotos und Videos - ein Umstand, der jetzt für weitere Konsequenzen sorgt.

Nach dem Hochzeitskorso hat die Polizei 19 Wohnungen durchsucht. Der Inhalt der Smartphones könnten die mutmaßlichen Täter überführen.

Die Polizei Münster berichtet jetzt, dass sie 19 Wohnungen von Zeugen durchsuchte. Dabei habe man am Dienstag umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Es handelt sich um Videos und Fotos der mutmaßlichen Straftaten.

Insgesamt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen zehn Tatverdächtige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Nötigung im Straßenverkehr. Bei den Durchsuchungen in Münster, Ascheberg, Drensteinfurt, Greven und Salzgitter wurden neun Smartphones sichergestellt. Auf diesen befinden sich laut Polizei Videos und Fotos des Hochzeitskorsos.

Die Ermittlungen gegen die derzeit zehn Beschuldigte dauern an.

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