Einsatz

Polizei löst Hochzeitsfeier auf - Gäste waren geimpft und getestet

Die Polizei hat eine Hochzeitsfeier in Coesfeld aufgelöst. Die Hochzeitsgesellschaft hatte sich wegen Corona viele Gedanken gemacht, aber die falschen Schlüsse gezogen.

Coesfeld - Die Polizei in Coesfeld erhielt am Samstag (24. April) Hinweise auf eine Hochzeitsfeier im Ortsteil Goxel. Als die Polizisten dort eintrafen, sahen sich etwa 20 Erwachsene und einige Kinder - trotz Einschränkungen durch Corona-Regeln. (News zum Coronavirus)

StadtCoesfeld
KreisCoesfeld
Einwohnerca. 36.300

Mehrere geschmückte Gartenstühle standen auf dem Grundstück und Stehtische auf dem Bürgersteig. Ein weiterer Tisch mit Süßigkeiten und Getränken für Kinder war auf dem Gehweg aufgebaut. Die Hochzeitsgesellschaft stand auf dem Grundstück des Brautpaares, die Nachbarn ohne Mindestabstand auf dem Nachbargrundstück, durch einen Maschendrahtzaun getrennt.

Polizei löst Hochzeitsfeier mit 20 Gästen in Coesfeld auf

Dies sollte offenbar kein zufälliges Treffen oder eine kurze Gratulation werden. Das stritten die Anwesenden auch gar nicht ab. Alle Befragten gaben an, dass man sich im Vorfeld durchaus Gedanken zu der Feier gemacht habe. Die älteren Anwesenden seien bereits geimpft und tags zuvor hätten sich alle anderen Personen der Hochzeitsgesellschaft einem Corona-Bürgertest unterzogen. Ergebnis: alle negativ.

Die Polizei zog das Ordnungsamt hinzu und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen alle Anwesenden ein. Die Coronaschutz-Verordnung des Landes sei eindeutig, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Stadt Coesfeld. „Partys und Feiern sind generell untersagt“, wird darin Hubertus Brüggemann, Teamleiter im Ordnungsamt, zitiert.

Als die Polizei eine Hochzeitsfeier mit 80 Personen in Herne auflösen wollte, forderten Gäste die Beamten auf, sich aus dem Staub zu machen. Auch in Hamm widersetzten sich Heiratende den Regeln - und das hatte Folgen

Rubriklistenbild: © Uli Deck / dpa

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