Inzidenzstufe 2

Hochzeiten in NRW: Strengere Regeln durch neue Corona-Schutzverordnung

Kurzzeitig hatte NRW die Corona-Regeln für Hochzeiten und andere Feiern oder Partys angepasst. Mit der neuen Schutzverordnung gilt eine verschärfte Testpflicht.

Update vom 17. August, 13.57 Uhr: In NRW gilt ab Freitag, 20. August, eine neue Fassung der Corona-Schutzverordnung. Diese bringt unter anderem für das Feiern von etwa Hochzeiten gravierenden Änderungen mit sich.

Denn künftig ist für „Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz“, wozu auch Hochzeiten zählen, ein PCR-Test erforderlich. Diese Regel gilt, wenn die Inidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt oder landesweit an fünf Tagen hintereinander bei dem Wert von 35 oder darüber liegt.

Die neue Corona-Schutzverordnung mit den angepassten Regeln tritt am Freitag, 20. August, in Kraft. Sie gilt zunächst bis einschließlich 17. September 2021.

Hochzeiten in NRW: Regeln noch vor neuer Corona-Schutzverordnung angepasst

Hamm - Nach den Bund-Länder-Beschlüssen von Dienstag hat das Land Nordrhein-Westfalen bereits eine erste Konsequenz gezogen und eine Corona-Regel bereits vor Veröffentlichung der neuen Corona-Schutzverordnung angepasst. Diese Änderung betrifft das Feiern von Hochzeiten. (News zum Coronavirus)

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Vor neuer Corona-Schutzverordung: NRW lockert Regeln für Hochzeiten

Das NRW-Gesundheitsministerium erlaubt nun auch Hochzeiten „und ähnliche langfristig geplante Feiern“ in Inzidenzstufe 2, ohne dass dabei auf Musik und Tanz verzichtet werden müsse. Entsprechendes sei den betroffenen Kreisen und kreisfreien Städten mitgeteilt worden. Die Inzidenzstufe 2 gilt in NRW aktuell bei einer Inzidenz von über 35 bis 50.

Die bisherige Regelung hatte vorgesehen, dass private Veranstaltungen in Form von Partys und vergleichbaren Feiern - wie etwa eine Hochzeit oder große Geburtstagspartys - ohne Verpflichtung zur Einhaltung von Mindestabstand und Maskenpflicht eigentlich nur in den Inzidenzstufe 0 und 1 möglich waren.

„Nachdem sich aber die Ministerpräsidentenkonferenz (...) im Grundsatz darauf verständigt hat, dass geimpften und genesenen Personen alle Angebote, Einrichtungen und Tätigkeiten wieder offenstehen sollen und dies grundsätzlich auch für getestete Personen (sog. „3G“) gelten soll, erscheint ein Festhalten an der bisherigen Regelung für das kommende Wochenende nicht mehr angemessen“, heißt es in der Erklärung des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums von Minister Karl-Josef Laumann (CDU).

NRW lockert Corona-Regeln für Hochzeiten: Feiern und Partys nun auch bei Inzidentstufe 2 erlaubt

In der Inzidenzstufe 2 lagen in NRW mit Stand vom 12. August Bonn (ab 13.08.), Düsseldorf, Gelsenkirchen (ab 14.08.), Gütersloh (ab 13.08.), Köln, Krefeld (ab 13.08.), Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis und Solingen. Die Inzidenzstufe 3 ist in NRW ohnehin vorerst ausesetzt.

Diese nun geltende Ausnahme der Corona-Regeln erfordere jedoch aus infektiologischen Gründen „gerade in Kommunen mit höheren Inzidenzen ein angemessenes Schutzkonzept“. Diese Regelung gelte zunächst bis um Auslaufen der aktuellen Corona-Schutzverordnung am 19. August. Eine aktualisierte Version infolge der Beschlüsse der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz sei derzeit in Arbeit, wie das Ministerium mitteilte. Die Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wolle darüber „so schnell wie möglich informieren“.

Darin wird es dann auch eine Antwort auf die Frage geben, ob NRW ähnlich wie Baden-Württemberg von der Inzidenz als entscheidenden Faktor für Corona-Regeln abweicht. Klar ist, dass es eine Testpflicht für Innenräume wie Restaurants oder Fitnessstudios geben wird - zumindest für Ungeimpfte. Bei Geimpften und Genesenen reicht der entsprechende Nachweis.

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa

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