Hochwasser im Westen Deutschlands

„Der ganze Ort ist abgesoffen“ – Betroffener nach Flutkatastrophe ohne Bleibe

Abbruchkante in Erftstadt-Blessem
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Bagger reißen in Erftstadt-Blessem Häuser ab. Auch drei Wochen nach der Hochwasserkatastrophe ist die Lage dramatisch.

Viele Menschen haben durch die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands alles verloren. Raphael Rill, der in der Burg Blessem (Rhein-Erft-Kreis) wohnte, ist einer der Betroffenen. Er floh aus der Wohnung, lebt nun in Notunterkünften und bei seinen Eltern in Fulda.

Fulda/Blessem - „Mir geht es körperlich so weit ganz gut“, sagt Rill trotz seiner Lage. Er hat seine Wohnung an das Hochwasser verloren. Etwa zehn Prozent seiner Wertgegenstände habe er in Sicherheit bringen können. Die Wohnung in der Burg bezieht er zwar nur als Mieter. „Ich habe trotzdem Kosten für Möbel und andere Gegenstände von 30.000 bis 50.000 Euro. Da muss ich noch sehen, wie ich das stemmen kann“, sagt er.
Raphael Rill hat fuldaerzeitung.de* Details von seiner Flucht vor den Fluten verraten.

Aktuell wohnt der 31-Jährige in verschiedenen Notunterkünften und in seiner Heimat Fulda* bei seinen Eltern. Er befindet sich jetzt auf Wohnungssuche, jedoch sei dies durch die aktuelle Situation nicht leicht. Dazu kommt, dass Rill zwei Hunde besitzt, die auch in der neuen Wohnung leben sollen. „Im Moment suchen alle, weil der ganze Ort abgesoffen ist. Es ist ein toter Ort. Da kann man nicht mehr richtig wohnen.“ *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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