Lästige Insekten

Hochwasser in NRW beschert Stechmücken ideale Brutstätten - Droht eine Plage?

Die Hochwasser-Katastrophe in NRW hat viel Leid über die Menschen in den betroffenen Gebieten gebracht. Dort droht jetzt auch noch eine Stechmückenplage.

Hamm - Die schrecklichen Bilder von der Hochwasser-Katastrophe in NRW berühren Menschen in ganz Deutschland und darüber hinaus. Die Betroffenen leiden unter den Folgen der verheerenden Flut - menschlich und finanziell. Als wäre das nicht schlimm genug, droht in den Hochwassergebieten nun auch noch eine Plage von Stechmücken, wie die Erfahrung aus früheren Naturkatastrophen zeigt.

InsektMücke
OrdnungZweiflügler
Lebensdauer7 Tage

Hochwasser in NRW beschert Stechmücken ideale Brutstätten

Das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen - im Sauerland, aber besonders in Erftstadt und dem Kreis Euskirchen - hat Städte, Dörfer, Straßen, Häuser, Wohnungen und Wiesen überschwemmt. Erst nach und nach zeigt sich bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser das ganze Ausmaß der Zerstörung. Es gibt viele Möglichkeiten, für Betroffene zu spenden.

Das Wasser hat sich vielerorts zwar wieder in die Fluss- und Bachläufe zurückgezogen, doch es bleiben Schlamm und Dreck überall. Wiesen und landwirtschaftliche Flächen sind durchnässt. Überall haben sich Tümpel, Feuchtgebiete und sumpfartige Landschaften gebildet. Sie sind perfekte Brutstätten für Stechmücken.

Besonders die Kombination aus hohen Temperaturen, wie sie für diese Woche in der Eifel-Region angekündigt sind, und einem feuchten Boden sind geradezu ideal für eine Mückenplage.

Hochwasser in NRW: Droht eine Stechmückenplage?

Viele Stechmücken-Arten legen ihre Eier in stehenden Gewässern oder feuchten, sumpfigen Biotopen ab. Die Larven schlüpfen dann bei einer Überschwemmung. Die explodierende Population nach einem Hochwasser (bis zu 20 Mal mehr Mücken als normal) nennt man auch Überschwemmungsmücken. In betroffenen Gebieten leiden Mensch und Tier besonders stark unter den lästigen Insekten.

Wie heftig sie werden könnte, verdeutlicht ein Beispiel des Vereins zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung. Demnach reicht alleine eine dreckige Wasserpfütze aus, um Hunderte Stechmücken hervorzubringen. „Gibt es Starkregen und Hochwasser, haben die Insekten perfekte Bedingungen, um sich fortzupflanzen“, sagt Norbert Becker, Dozent für Ökologie an der Uni Heidelberg.

Eine mit Blut vollgesaugte Mücke.

Diejenigen, die in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten südwestlich von Köln noch die Möglichkeit dazu haben, sollten ihr Zuhause vor Stechmücken schützen. Dazu empfiehlt es sich, Fliegengitter anzubringen. Mit diesen Expertentipps lassen sich Stiche der Mücken verhindern. Einige beliebte Methoden sind allerdings wirkungslos.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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