Ein nicht alltägliches Bild für die Polizeibeamten 

Hochroter Kopf und schweißgebadet - Ladendieb zwängt sich in zehn Jacken

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Siegen. Wenn es morgens noch sehr kalt ist, jedoch am Nachmittag wärmer werden soll, dann entscheidet man sich bei der Garderobe oftmals für das so genannte Zwiebelprinzip. Ein 18-jähriger Ladendieb hat es damit am Mittwochmittag jedoch ordentlich übertrieben.

Und als die deshalb alarmierte Polizei gegen 14 Uhr am Tatort - sprich in einem großen Bekleidungsgeschäft in der Siegener Innenstadt - eintraf, da stand da der vom aufmerksamen Ladendetektiv ertappte Langfinger mit hochrotem Kopf und Schweiß gebadet vor den Ordnungshütern. Und deutlich geschwächt - und fast am Ende seiner Kräfte - musste der Übeltäter sich auf einen Rollcontainer stützen.

Was war passiert? Nun, wohl gleich zwei Dinge, die den Rahmen des allgemein Üblichen doch erheblich sprengten: Abgesehen hatte es der 18-jährige Dieb erkennbar auf Herrenjacken. Der Siegener hatte davon aber gleich eine Unmenge mit in die Umkleidekabine genommen und sich dort insgesamt zehn dieser Jacken übereinander angezogen.

Und als er dann - nach gut einer Stunde - wieder aus der Kabine im Laden erschien und sich - ohne zu bezahlen - sofort auf direktem Weg zum Seitenausgang des Geschäftes begeben wollte, da griff der aufmerksame Ladendetektiv ein, sprach den nunmehr dick Gepolsterten an und bat ihn ins Büro. Damit wiederum war der so Ertappte keinesfalls einverstanden, wehrte sich nach Leibeskräften, versuchte sich loszureißen und wegzulaufen. Bei dem anschließenden Gerangel attackierte der 18-Jährige den Detektiv zu allem Überfluss auch noch mit mehrfachen Fußtritten. Erst als noch weitere Geschäftsmitarbeiter dem Detektiv zu Hilfe kamen, beruhigte sich der 18-Jährige und wurde bis zum Eintreffen der Polizei im Büro festgehalten.  

Im Rucksack des Diebs fanden die Polizisten noch vier weitere Jacken, die der 18-Jährige ebenfalls hatte mitgehen lassen wollen. Nach Abschluss der notwendigen Maßnahmen wurde der junge Mann von der Polizei wieder in die kalte Winterlandschaft entlassen. 

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