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Hitzewelle mit 40 Grad? So sicher sind die Wetter-Prognosen für NRW

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Von: Hannah Decke

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Meteorologen schauen gespannt auf die Wettermodelle. Es könnte eine Hitzewelle geben. Für NRW sind 40 Grad im Gespräch. Wie sicher sind die Prognosen?

Hamm - „Mit all der gebotenen Ruhe, denn es ist noch über eine Woche hin, aber ich habe noch nie solche Temperaturen für Deutschland in einem Wettermodell gesehen“, schreibt Diplom-Meteorologe Özden Terli am 9. Juli auf Twitter. Seit Tagen blicken die Wetter-Experten gebannt auf die Modelle. Es wird heiß - in Europa, Deutschland, Nordrhein-Westfalen. Und mit „heiß“ sind Temperaturen um die 40 Grad gemeint. Zwischendurch war die Rede von einer Rekordhitze.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9

Schon Anfang Juli kündigte sich die Hitzewelle in NRW und weiteren Teilen des Landes an. Meteorologin Brigitte Siebert-Sperl vom Wetterkontor prognostizierte bis zu 40 Grad. Beginn der Rekordhitze sollte am Wochenende vom 16. und 17. Juli sein. Eine sehr frühe Wettervorhersage, die sich natürlich noch veränderte. Mittlerweile gehen die Meteorologen davon aus, dass der große Hitze-Schlag für Deutschland erst am Montag und Dienstag (18./19. Juli) kommt - wenn er denn kommt,

Wie sicher ist es also, dass die Hitzewelle kommt - und können wir in NRW wirklich mit Temperaturen bis 40 Grad rechnen? In den kommenden Tagen kann sich noch einiges tun, die Modelle ändern sich mehrmals am Tag. Aber: Dass die angekündigte Hitze bereits seit über einer Woche in den Wettermodellen auftaucht, deutet darauf hin, dass die Welle kommen wird. Wie heftig sie am Ende ausfällt, bleibt abzuwarten.

Hitzewelle in NRW erwartet: 40 Grad am Dienstag (19. Juli) möglich

Das amerikanische Wettermodell GFS zeigt für die NRW-Städte rund um den Rhein am Montag, 18. Juli, um 17 Uhr Temperaturen zwischen 33 und 36 Grad an. Hier wäre noch nicht die Rede von einer Rekordhitze: In NRW hatten wir bereits Temperaturen um die 30 Grad und drüber.

Am Dienstag, 19. Juli, wandert das Hoch dann weiter von Westen kommend nach NRW. Laut GFS-Modell könnten die Temperaturen im Südwesten auf 40 Grad hochklettern. Noch heißer wäre es dann in Frankreich: Im Norden und der Mitte des Landes soll es um die 44 Grad werden. Ähnliche Temperaturen erreichen Teile von Spanien und Italien.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist da deutlich zurückhaltender. Nach Einschätzung der Wetterexperten könnte Nordrhein-Westfalen um extreme Temperaturen herumkommen. Zwischen Sonntag und Mittwoch rechnet der DWD mit 30 bis 35 Grad, sagte ein Meteorologe am Mittwoch in Essen. „Dass es heiß wird - keine Frage“, erklärte er. „Aber es wird wahrscheinlich nicht über die 40 Grad gehen, zumindest nicht nach aktuellem Stand.“

In seiner Vorhersage und dem 10-Tages-Trend für NRW am Donnerstag prognostizierte der DWD Spitzentemperaturen bis zu 35 Grad am kommenden Mittwoch - und dass es zum Wochenbeginn „richtig heiß“ werden könnte.

Warnung von Karl Lauterbach: „Diese Hitzewelle könnte viele Todesopfer bringen“

So oder so sollten sich die Menschen auf hohe Temperaturen einstellen. „Wir müssen jetzt schon damit beginnen, ältere und kranke Menschen vor der Mega Hitzewelle zu schützen“, twitterte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Die Hitzewelle könne viele Todesopfer bringen.

So kann etwa Sport bei Hitze gefährlich sein. Wer sich bei hohen Temperaturen dennoch verausgaben will, sollte besser einige Tipps zum Sporttreiben im Sommer beachten. Und nicht nur für den Menschen ist Hitze gefährlich. Auch Hunde, die sich verausgaben oder etwa in einem heißen Auto verharren müssen, kann die Hitze fatale Folgen haben.

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