Vier Verletzte

Historisches Gemeindehaus in Rödgen komplett ausgebrannt

Das Historische Gemeindehaus brannte komplett aus.

Wilnsdorf-Rödgen - Ein vergessenes Essen auf dem Herd hat offenbar einen gravierenden Brand im Altbau der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Rödgen ausgelöst. Vier Personen wurden dabei verletzt. Trotz eines mehrstündigen Einsatzes der Feuerwehr brannte das 250 Jahre alte Gebäude vollständig aus. 

In der Nacht zum Samstag brannte in Obersdorf/Rödgen der Altbau der Evangelisch/Reformierten Kirchengemeinde Rödgen vollkommen aus. Bilanz: Vier Verletzte, zwei davon schwer und ein Schaden der die 300.00 Euromarke überschreiten wird. 

Die Feuerwehr Wilnsdorf wurde um 21.52 Uhr alarmiert, dass es eine Rauchentwicklung in dem unter Denkmalschutz stehenden und über 250 Jahre alten Fachwerkgebäude gegeben habe. In dem Gebäude waren zuletzt Asylbewerber untergebracht. Einer von ihnen hatte sich in der Küche ein Essen auf dem Herd zubereitet, so die Aussage des Pfarrers. Die Person entfernte sich vom Herd und vergaß sein Essen offenbar.

Als er sein Versäumnis bemerkte, stand die gesamte Küche bereits in Flammen. Die Person holte Hilfe im angrenzenden Gemeindehaus, wo gerade Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeier liefen.  Versuche das Feuer zu löschen, schlugen fehl. Hierbei wurden zwei Personen schwer und zwei leicht verletzt.

B54 zeitweise gesperrt

Als die Feuerwehr nach wenigen Minuten eintraf, schlugen Flammen aus den Fenstern und der Brand hatte sich in der zweiten Etage ausgeweitet. Das Feuer fraß sich in die Decken und Wände des Fachwerkhauses. 

In der Zwischenzeit hatte sich der Brand zum Dachstuhl ausgeweitet, so dass der Leiter der Feuerwehr Christian Rogalski weitere Einsatzkräfte anforderte. Neben der Feuerwehr Wilnsdorf waren Löschzüge und Gruppen aus Rinsdorf, Obersdorf, Nieder- und Oberdielfen, Rudersdorf, Flammersbach, der Löschzug Eisern, zusätzlich die Drehleiter des Löschzug Eiserfeld, der Wechsellader der Feuerwehr Siegen sowie ein Feuerwehrarzt und zahlreiche DRK-Helfer im Einsatz.

Auch die Polizei war verstärkt mit Einsatzkräften zugegen und sperrte die B54 komplett. Insgesamt hatte die Feuerwehr 120 Einsatzkräfte vor Ort davon fast 50 Atemschutzgeräteträger. Da das Leitungsnetz von den Hydrantenabnahmestellen überlastet war, verlegte die Feuerwehr eine 1,5 Kilometer lange Löschwasserstrecke bis zum Obersdorfer Weiher.  Hierbei mussten auch einige Förderpumpen eingesetzt werden. 

Bürgermeisterin vor Ort

Auch Wilnsdorf Bürgermeisterin Christa Schuppler eilte zur Brandstelle, um sich ein Bild vom Geschehen zu machen. „Es ist schlimm, dass solch ein historisches Gebäude durch das Feuer vernichtet wird und die Gemeindemitglieder haben sich sehr engagiert, um das Haus zu restaurieren und zu erhalten“, so Christa Schuppler. 

Die Feuerwehr musste zwischenzeitlich über zwei Drehleitern das Dach mit Motorsägen öffnen, um an die Flammen zu kommen. Auch per Innenangriff waren einige Trupps gegen das Feuer vorgegangen. Erst um kurz vor 3 Uhr am Samstagmorgen konnten die Kräfte abrücken, zurück blieb noch eine Brandsicherheitswache bis zum Samstagmittag. 

Auch Gemeindezentrum betroffen

Die Feierlichkeiten für die Hochzeit dürften hingegen ausfallen. Denn das Alte Gemeindezentrum ist ausgebrannt, und das neue Gemeindezentrum durch Rauch total in Mitleidenschaft gezogen.

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