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Hendrik Wüst: Positiver Corona-Test in Israel - NRW-Ministerpräsident in Quarantäne

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Von: Daniel Großert

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Corona-Alarm bei Hendrik Wüst: Der NRW-Ministerpräsident wurde in Israel positiv getestet. Was das für ihn und die Reise bedeutet. Auch Laumann hat Corona.

Düsseldorf - So hatte sich Hendrik Wüst (CDU) seine Reise nach Israel sicher nicht vorgestellt: Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Der 46-Jährige befindet sich im Hotel in Quarantäne. In der Heimat hat es unterdessen auch den Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erwischt. Sein Corona-Test war ebenfalls positiv.

NameHendrik Wüst
Geboren19. Juli 1975, Rhede
AmtMinisterpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Hendrik Wüst: Corona-Verdacht auf Israel-Reise - Ministerpräsident in Quarantäne

Wie die WAZ berichtet, sei der Corona-Test bei der Einreise am Sonntagabend noch negativ gewesen. Ein PCR-Test am Montagmorgen habe aber ein positives Ergebnis gehabt. Hendrik Wüst habe sich sofort in seinem Hotel in Jerusalem in Quarantäne begeben. Ein weiterer PCR-Test werde zur Sicherheit noch durchgeführt, hieß es am Montag zunächst aus Delegationskreisen. Am Abend teilte die Staatskanzlei dann mit, dass auch dieser positiv ausgefallen sei. Auch eine Personenschützerin habe zwei positive PCR-Testergebnisse, hieß es.

Der NRW-Ministerpräsident war am Sonntag zu der viertägigen Israel-Reise aufgebrochen. Es ist die erste Auslandsreise für Wüst, der seit Oktober 2021 im Amt ist. Am Montag hatte der CDU-Politiker an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem noch einen Kranz niedergelegt.

Corona-Verdacht bei Hendrik Wüst - Ministerpräsidentenkonferenz in Gefahr?

Alle weiteren geplanten Termine seiner Reise werde er zunächst nicht wahrnehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag aus Teilnehmerkreisen erfahren hatte. Der 46-Jährige sollte in den nächsten Tagen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur treffen. Bei den Terminen, die am Montag stattfanden, vertrat ein Staatssekretär den Ministerpräsidenten.

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, besucht die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.
NRW-Ministerpräsient Hendrik Wüst (CDU) besuchte am Montag noch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Kurz danach kam der Corona-Verdacht auf. © Ralph Sondermann/dpa

Hendrik Wüst muss in Israel zunächst in Quarantäne bleiben - wie lange, blieb zunächst unklar. Wüst befolge die Vorgaben der israelischen Gesundheitsbehörden und werde in den kommenden Tagen aus der Quarantäne heraus arbeiten, sagte Regierungssprecher Christian Wiermer am Dienstag. „Ihm geht es weiterhin gut.“ Wann Wüst nach negativen Tests konkret die Heimreise antreten könnte, war noch offen.

Am Donnerstag (17. März) will Wüst den Corona-Gipfel aus Israel heraus per Video-Schalte leiten. Die Bund-Länder-Runde soll mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) unter anderem über die aktuelle Corona-Lage beraten.Wüst ist aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laufmann wurde am Montag positiv auf das Coronavirus getestet, wie sein Ministerium am Dienstag mitteilte. Laumann fühle sich gut und führe die Amtsgeschäfte aus dem Homeoffice, hieß es.

Zuletzt hatte die CDU Hendrik Wüst offiziell zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2022 nominiert. Der Wahlkampf in Zeiten des Ukraine-Kriegs ist für den amtierenden Ministerpräsidenten Chance und Risiko zugleich. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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