Mediziner aus Bonn

#SterbenmitStreeck: Virologe Hendrik Streeck entsetzt über Diffamierung und Hass auf Twitter

Der Hashtag #SterbenmitStreeck trendet bei Twitter. Nutzer werfen Hendrik Streeck vor, die Corona-Pandemie zu verharmlosen. Der Virologe aus Bonn ist entsetzt über den Hass.

Hamm - Der Hashtag #SterbenmitSteeck war im Zusammenhang mit dem Coronavirus schon in der Vergangenheit einmal aufgekommen - und trendet im sozialen Netzwerk Twitter jetzt wieder. Die Vorwürfe, die damit verbunden sind, haben es in sich. Die Kritiker sind der Meinung, dass der Virologe Hendrik Streeck die Pandemie und ihre Folgen verharmlose - er nehme Tote in Kauf. (News zum Coronavirus).

MedizinerHendrik Streeck
Geboren7. August 1977 (Alter 43 Jahre), Göttingen
AusbildungCharité - Universitätsmedizin Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Hendrik Streeck: Virologe aus Bonn entsetzt über Twitter-Hashtag #SterbenmitStreeck

Der Virologe aus Bonn hat sich inzwischen entsetzt über den Hass und die persönlichen Anfeindungen gegen ihn im Netz geäußert: „Wenn wissenschaftliche Debatte und Forschung dazu führen, dass mit # zu meinem Ableben oder sterben mit mir aufgerufen wird, ist das nicht nur sehr verletzend, es erschreckt mich gerade zu, wie groß der Hass und die Diffamierung im Netz geworden ist“, schrieb Hendrik Streeck dazu auf Twitter. Mit einem anderen Hashtag schließt Streeck seine Äußerung - und bringt damit einmal mehr zum Ausdruck, wie fassungslos ihn der Hass hinterlässt: #washashtagsallesauslösenkönnen.

Den Tweet von Streeck haben 1252 Twitter-Nutzer geteilt und 9831 Nutzer mit einem Like versehen (Stand Mittwoch, 9. Dezember, 11.22 Uhr).

Hendrik Streeck: So reagiert der Virologe aus Bonn auf Twitter-Hashtag #SterbenmitStreeck

Im Netz gibt es auch viel Unterstützung für den Virologen Hendrik Streeck in Folge des Twitter-Hashtags „SterbenmitStreeck. „Wer den Hashtag benutzt, disqualifiziert sich meiner Meinung nach selbst für jede ernsthafte Diskussion“, schrieb ein anderer Nutzer. Und auch aus berühmteren Reihen kam Rückendeckung für den Mediziner aus Bonn.

Die Journalistin Isabel Shayani etwa schrieb bei Twitter: „Wer denkt sich so einen perfiden #hashtag aus? Ganz gleich, wie man zu den Äußerungen von Wissenschaftlern steht. Solche Überschriften sind nur kaum als konstruktiver Beitrag in einer Debatte wahrzunehmen. Im Gegenteil.“

Hendrik Streeck: Hashtag #SterbenmitStreeck stößt nicht überall auf Kritik

Doch längst nicht überall stößt der Twitter-Hashstag #SterbenmitStreeck auf Kritik. Ein Nutzer etwa schreibt: „Ich habe den Eindruck, einige verwechseln #SterbenmitStreeck mit #SterbenAnStreeck. Niemand behauptet, #Streeck würde Menschen töten. Es ist aber Streeck, der gesagt hat, es sei ‚müßig‘, über Todesfälle zu reden.“ Dazu teilte der Twitter-Nutzer einen Ausschnitt aus der TV-Sendung von Sandra Maischberger (ARD), in der Streeck letzteres gesagt hatte.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Hendrik Streeck immer wieder polarisiert. Insbesondere, dass der Virologe aus Bonn immer wieder offen die Corona-Politik kritisiert, stößt nicht überall auf Begeisterung. Auch seine Heinsberg-Studie zum Corona-Ausbruch im Frühjahr war umstritten. Eine weitere Studie in Heinsberg startete Streeck übrigens kürzlich.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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