Einsatz in Harsewinkel

Buttersäure-Anschlag auf Türkisch-Deutschen Kulturverein

In Harsewinkel gab es einen Buttersäure-Anschlag auf Türkisch-Deutschen Verein.
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In Harsewinkel gab es einen Buttersäure-Anschlag auf Türkisch-Deutschen Verein.

Auf das Gebäude des Türkisch-Deutschen Hilfs- und Kulturvereins „Anadolu“ in Harsewinkel ist ein Buttersäure-Anschlag verübt worden. Der Staatsschutz ermittelt.

  • Buttersäure-Angriff auf einen Türkisch-Deutschen Kulturverein in Harsewinkel/NRW
  • Mehrere Gefäße durch das Fenster geworfen
  • Die Dämpfe von Buttersäure können die Lunge angreifen

Harsewinkel - Bereits am Freitag (8. Mai) war einem Mitglied bei der Säuberung der Außenanlage des Türkisch-Deutschen Hilfs- und Kulturvereins „Anadolu“ in Harsewinkel in NRW der ebenso starke wie unangenehme Geruch der Buttersäure (C4H8O2) aufgefallen. Nach der Ursache hatte er aber nicht weiter gesucht.

Als am frühen Samstagnachmittag die Mitglieder das Zentrum nutzen wollten und die Tür öffneten, gingen sie gleich wieder mehrere Meter zurück. Um 13.45 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, der Löschzug Harsewinkel rückte mit gut einem dutzend Helferinnen und Helfern aus. Zwei Feuerwehrleute erkundeten unter Leitung des stellv. Feuerwehrchef Dietmar Fölling unter Atemschutz die Lage in dem großen Gemeinschaftsraum.

Buttersäure-Anschlag in Harsewinkel

Sie fanden auf dem Fußboden mehrere Gefäße, die augenscheinlich mit Buttersäure gefüllt waren. Da von der Flüssigkeit keine größere Gefahr mehr ausging, wurde der Raum schließlich lediglich mit einem Hochleistungslüfter belüftet.

In Harsewinkel gab es einen Buttersäure-Anschlag auf Türkisch-Deutschen Verein.

Das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe von Buttersäure kann die Atemwege massiv reizen, so dass es zu Übelkeit und Erbrechen kommt. In einigen Fällen wurden auch schon Schwindelgefühle und tagelange Beeinträchtigung des Geruchs-und Geschmackssinns als Folgen genannt. Auch Reizhusten und Schädigungen von Bronchien und Lungengewebe sind als Folgen des Einatmens bekannt.

Buttersäure in Harsewinkel: Einsatz der Feuerwehr

Erst nach rund zwei Stunden konnten die Feuerwehrleute dann wieder einrücken, Kriminalbeamte der Gütersloher Polizei übernahmen die Spurensicherung und riegelten das Gebäude ab. Offenbar waren die Behälter mit der Alkansäure durch die vergitterten, auf Kipp stehenden Fenster in das Gebäude bugsiert worden. Die Säure hatte teilweise auch den Teppichboden verätzt.

Für den Verein sind die Folgen erheblich: Die Räume müssen nun von einem Fachunternehmen gereinigt werden und können bis auf Weiteres nicht genutzt werden.

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