Störung auf der Strecke

Harakiri-Aktion: Jugendliche springen auf Lok und fahren kilometerweit mit

Ein Regionalexpress nähert sich einem Bahnübergang.
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Jugendliche fahren auf dem Dache einer RE-Lok kilometerweit mit. (Symbolbild)

Gefährliche Aktion: Zwei Jugendliche sind in Haltern auf eine Lok gesprungen und kilometerweit mitgefahren. Bei Tempo 140 sollen sie Probleme gehabt haben, sich festzuhalten.

Haltern am See - Am Freitagnachmittag hatten mehrere Zeugen der Bundespolizei gemeldet, dass zwei Jugendliche am Bahnhof
Haltern am See auf eine abfahrende Lok gesprungen und bei hoher Geschwindigkeit mitgefahren seien.

Gegen 15 Uhr alarmierten mehrere Zeugen das Bundespolizeirevier in Recklinghausen. Erste Ermittlungen ergaben, dass im Bahnhof Haltern am See zwei Jugendliche kurz vor Abfahrt des RE 2, auf die schiebende Lok aufgesprungen seien. Anschließend sei der RE 2 in Richtung Marl-Sinsen losgefahren.

Ein weiterer Zeuge, der an einem Bahnübergang wartete, weil der RE2 die Strecke passierte, konnte die beiden Jugendlichen ebenfalls beobachten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Zug bereits eine enorme Geschwindigkeit erreicht, so dass die jugendlichen seinen Äußerungen nach große Mühe hatten, sich festzuhalten.

Nach Angaben des Triebfahrzeugführers fuhr der Zug teilweise bis zu 140 km/h. Als er über die leichtsinnigen Mitfahrer informiert wurde, hielt er den Zug außerplanmäßig in Marl-Sinsen an. Da waren die Jugendlichen bereits unerkannt verschwunden.

Zusammen mit Kräften der Polizei Recklinghausen suchten Bundespolizisten die Umgebung abg und nahemn Aussagen von Zeugen auf. Nachfolgende Züge verspäteten sich.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und bittet Zeugen um Hinweise. Wer kann Angaben zu Tatverdächtigen geben? Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800-6888 000 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des Bahnverkehrs und gibt folgende Verhaltenstipps: Solche Aktionen sind leichtsinnig und immer lebensgefährlich! Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.

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