Motorradfahrer aus Belgien (20) stirbt

Fahrer aus Hamm in tödlichen Verkehrsunfall verwickelt

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[Update, 14.30 Uhr] Ascheberg - Bei einem tragischen Verkehrsunfall ist am Sonntag in Ascheberg ein 20-jähriger Motorradfahrer aus Belgien ums Leben gekommen. Er prallte gegen einen Wagen, mit dem ein 64 Jahre alter Mann aus Hamm gerade eine Probefahrt unternehmen wollte. 

Das Unglück geschah gegen 14 Uhr auf der B58, wie die Polizei berichtet. Der junge Belgier wollte demnach einen Opel überholen, mit dem der 64-jährige Hammer gerade vom Parkplatz eines Autohandels auf die Bundesstraße eingebogen war. 

Doch der Fahrer wollte nur wenige Meter weiter über eine zweite Zufahrt wieder links auf den gleichen Parkplatz einbiegen - eben in dem Moment, in dem der Motorradfahrer zum Überholen ansetzte. 

Der Belgier prallte gegen die linke Fahrzeugseite und wurde samt seiner Maschine in den Straßengraben geschleudert. Rettungskräfte kämpften vergeblich um das Leben des Mannes. 

Notfallseelsorger überbrachten den Angehörigen die Todesnachricht. 

B58 vier Stunden lang gesperrt

Die B58 war für die Dauer der Unfallaufnahme für etwa vier Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde über Wirtschaftswege umgeleitet. Ein Gutachter ist eingeschaltet. 

Tragisch: Der Fahrer des Opel wollte mit dem Wagen, der zum Verkauf stand, lediglich eine Probefahrt unternehmen. Das Auto war nicht zugelassen.

Der Autohändler betreibt den Verkauf nach Polizeiangaben auf dem Parkplatz. Zwischen den beiden Zufahrten, die der Fahrer aus Hamm nutzte, liegen vielleicht 30 oder 40 Meter. 

Auf der B58 sind auf diesem Stück 70 Kilometer pro Stunde erlaubt; der Opel Zafira wird viel langsamer gewesen sein, was den Motorradfahrer zu seiner Entscheidung gebracht haben dürfte, zu überholen. 

Der Wagen hatte für diese kurze Probefahrt keine Nummernschilder montiert, hätte folglich nicht auf die Straße gelenkt werden dürfen. Ermittelt werde nun gegen den Hammer und gegen den Autohändler, so die Polizei.  

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