Mehrere Verletzte / Mehrere Festnahmen / Mordkommission ermittelt

Blutige Schlägerei: 51-jähriger Mann stirbt nach Schlägerei in Innenstadt

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Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren.

[Update, 11 Uhr] Bei einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten in der Innenstadt von Hamm ist ein Mann so schwer verletzt worden, dass er seinen Verletzungen erlag. Der 51-jährige Mann verstarb am Morgen im Krankenhaus. Es gab mehrere Festnahmen.

  • In der Innenstadt von Hamm ist es am Freitagabend zu einer Massenschlägerei gekommen.
  • Ein 51-jähriger Mann ist gestorben.
  • Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund eingesetzt.

Hamm - Bei einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten in der  Innenstadt von Hamm ist ein 51-jähriger Mann am Freitagnachmittag lebensgefährlich verletzt worden. Am Morgen teilt die Staatsanwaltschaft Dortmund mit, dass er den Angriff nicht überlebt hat. Der Mann verstarb wohl am Morgen in einem Krankenhaus. Die Mordkommission des Polizeipräsidiums Dortmund hat die Ermittlungen aufgenommen. "Drei Beschuldigte konnten festgenommen werden", sagt Staatsanwalt Felix Giesenregen. Ob der mögliche Täter dabei ist, ist derzeit unklar. Es solle noch am Samstag (1. August) entschieden werden, ob die drei Beschuldigten dem Haftrichter vorgeführt werden. 

Es ist bislang noch unklar, was genau an der Nassauer Straße gegen 16.30 Uhr geschehen ist. Auch wie viele Personen beteiligt waren, gab die Polizei Hamm nicht bekannt. Am späten Abend übernahm die Polizei Dortmund die Ermittlungen, da es der Vorfall vorerst als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft wurde. Die angerückten Beamten sicherten bis tief in die Nacht Beweise und vernahmen Zeugen. Die Einheit der Kriminaltechnische Untersuchung (KTU) aus Dortmund traf kurz nach 22 Uhr vor Ort ein, um weitere Spuren zu sichern.

Hamm/NRW: 51-jähriger Mann stirbt nach Schlägerei in Hammer Innenstadt

Nach Angaben von Staatsanwalt Giesenregen handelte es sich bei dem Anlass für die Schlägerei um einen Streit zwischen zwei rivalisierenden Personengruppen. "Auf der einen Seite eine Familie, auf der anderen Bekannte oder Freunde." Diese seien vor etwa schon einmal aufeinander getroffen. "Vor etwa sechs Monaten kam es ebenfalls zu einer körperlichen Auseinandersetzung." Offenbar flammte der alte Streit am Freitagnachmittag auf der Nassauer Straße wieder auf.

„Ein Teil dieser Protagonisten von damals hat sich gestern Abend zufällig getroffen“, so Giesenregen bei Rundblick Unna . „Eine Person wurde körperlich angegangen. Diese Person hat im Anschluss ihren Vater angerufen. Als der Vater dann eintraf, ging es dann nochmal zur Sache“, sagt der Staatsanwalt.

Versuchtes Tötungsdelikt in Hamm: Der Einsatzort in der Nassauerstraße wurde von der Polizei abgesperrt.

Tötungsdelikt in der Innenstadt von Hamm - älterer Mann gestorben

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 51-jährigen Mann. Der Verstorbene soll laut Giesenregen aus einer Familie mit syrischem Hintergrund stammen. Nach der Erstbehandlung durch einen Notarzt wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

Ein Anwohner hatte den Mann mit seinen Verletzungen auf der Nassauerstraße liegend aufgefunden und erste Hilfe geleistet. Die Erstmeldung „Messerstecherei“ konnte bislang nicht bestätigt werden. "Wir wissen nur, dass das Opfer mit einem spitzen Gegenstand verletzt worden ist", sagt Staatsanwalt Giesenregen. "Die ganze Situation ist sehr unübersichtlich.“

Neben dem Opfer gab es mehrere weitere Verletzte, so Giesenregen. "Darunter auch ein Beschuldiger." Über die Schwere der Verletzungen kann der Staatsanwalt keine genaueren Angaben machen. "Aber es sind keine lebensgefährlichen Verletzungen."

Das Aufeinandertreffen der beiden Gruppen führte zu einem Großeinsatz in der Innenstadt. Die Schlägerei fand nach ersten Erkenntnissen sowohl auf der Nassauer Straße als auch auf der Lutherstraße statt. Beide Straßen mussten für den Einsatz gesperrt werden. Gegenüber des Enchilada hatte es offenbar einen zweiten Schauplatz gegeben.

Mordversuch in Hamm? Ein zweiter Schauplatz war in der Lutherstraße.

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Im Umfeld des weiträumig gesperrten Tatorts wurden schon am Nachmittag etliche Zeugen befragt. Polizisten suchten den Nahbereich nach möglichen Beweisstücken ab. Unter anderem fiel dabei eine lange Holzlatte auf.

Zeugen vor Ort sprachen von lautem Gegröle und einer aggressiven Stimmung im Umfeld des späteren Tatorts. Konkrete Informationen zum Geschehen hatte indes niemand parat.

Der Vorgang weckt Erinnerungen an mehrere blutige Vorfälle ganz in der Nähe in der jüngeren Zeit, die sich zum Beispiel in der Königstraße und auf dem Santa-Monica-Platz abspielten. 

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