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Klopapier-Hersteller Hakle aus NRW meldet Insolvenz an - Plan für Sanierung

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Von: Marcel Guboff

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Klopapier-Hersteller Hakle ist insolvent: Dem Unternehmen aus Düsseldorf (NRW) machen die hohen Kosten für Energie zu schaffen. Der Betrieb geht weiter.

Hamm - Die Energiekrise macht auch vor namhaften Unternehmen nicht Halt. So ist der Hygienepapier-Hersteller Hakle mit Sitz in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) zu einem Sanierungsfall geworden und hat Insolvenz angemeldet. Als Grund dafür werden die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten genannt.

UnternehmenHakle
GründerKlaus Klenk
Gründung1928
SitzDüsseldorf, Deutschland

Klopapier-Hersteller Hakle aus NRW meldet Insolvenz an - Plan für Sanierung

Daher habe das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts. Die „massiv gestiegenen Kosten für Material- und Energiebeschaffung sowie der Transporte“ hätten bislang nicht in hinreichendem Umfang an die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und den Drogeriesektor weitergegeben werden können, klagte das Unternehmen. Die Lebensmittel Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

Das bedeutet aber nicht das komplette Aus für das Klopapier der Firma Hakle aus Düsseldorf. Der Geschäftsbetrieb des mittenständischen Unternehmens soll im Insolvenzverfahren in vollem Umfang fortgeführt werden. „Die Eigenverwaltung bietet uns die notwendige Flexibilität und Geschwindigkeit, um unseren Betrieb nachhaltig zu sanieren“, sagte der Geschäftsführer Volker Jung. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Neuaufstellung in dieser herausfordernden Lage einer als historisch zu bezeichnenden Energiekrise gelingt.“ Es gehe um den Erhalt des Standortes und seiner Arbeitsplätze.

Hakle insolvent: Löhne und Gehälter bis November 2022 gesichert

Erste Schritte zur Stabilisierung des Unternehmens Hakle seien bereits eingeleitet worden, sagte Volker Jung. Löhne und Gehälter seien durch das Insolvenzausfallgeld der Bundesagentur für Arbeit für die Monate September bis einschließlich November 2022 gesichert. Wichtige Kunden und Partner des Unternehmens hätten bereits ihre Unterstützung signalisiert.

Zu den Produkten von Hakle gehört neben das gleichnamige Toilettenpapier unter anderem auch das Küchenpapier „Dick & Durstig“.

Beim dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung des Hygienepapierherstellers um Volker Jung weiter für das operative Geschäft zuständig. Dem Geschäftsführer wurde vom Amtsgericht der Restrukturierungsspezialist Jan-Philipp Hoos als vorläufiger Sachwalter zur Seite gestellt.

In puncto Klopapier schlug zuletzt auch die Papierindustrie Alarm. Sollte es in Deutschland in der Tat zu einer Gasknappheit kommen, könnte nicht mehr ausreichend Toilettenpapier hergestellt werden, lautete die Warnung. (mg/dpa)

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